Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 8: Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr

Merkvers: “Gedenket an mein Wort, das ich gesagt habe: der Knecht ist nicht größer, denn sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen.” (Joh. 15, 20)

    1. Mit welcher sinnbildlichen Gabe der Weisen wurde dem Sohne Gottes schon bei seiner Geburt der kommende Leidensweg angekündigt? Matth. 2, 11

    Wie schnell schon kam Verfolgung über das Jesuskind? Matth. 2, 13-16; Offb. 12, 3.4

“Die Myrrhe wurde zum Begräbnis und zum Einbalsamieren benutzt (Joh. 19, 39) und sollte hier schon auf das Leiden und Sterben Jesu hinweisen.”

    2. Gegen welch verbissenen satanischen Widerstand musste unser HERR und Heiland die Erlösung des Menschen vollbringen? Mark. 3, 6; 11, 18; Luk. 4, 28-30

“Ihm, der gekommen war, die verlorene Welt zu erlösen, widerstand die ganze Heerschar derer, die Feinde Gottes und der Menschen sind.
Mit den gefallenen Engeln standen böse Menschen gegen den Fürsten des Friedens in unbarmherzigem Verschwörerbunde. Obgleich jedes seiner Worte, jede seiner Handlungen von göttlichem Mitleid zeugte, erregte er doch die bitterste Feindschaft der Welt dadurch, dass er mit ihr so wenig gemein hatte. Weil er in keine böse Neigung der menschlichen Natur einwilligte, erregte er heftigen Widerstand und große Feindschaft.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 157)

    3. Welche Beschwernis des Kreuzes hat der Herr Jesus auch seinen Jüngern angekündigt? Luk. 10, 3; Joh. 15, 18; Matth. 10, 17-22

“Sobald die Menschen danach trachten, mit Gott in Einklang zu kommen, werden sie finden, dass das √Ñrgernis des Kreuzes nicht aufgehört hat.
Fürsten, Machthaber und böse Geister aus der Höhe nehmen Kampfstellung gegen alle ein, die himmlischen Gesetzen Gehorsam zollen. Deshalb sollten Verfolgungen den Jüngern Christi Freude machen, anstatt ihnen Kummer zu verursachen; denn sie sind ein Beweis dafür, dass die Betroffenen den Spuren ihres Herrn folgen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 157.158)

    4. Was müssen alle, die gottselig leben wollen, ertragen können? 2. Tim. 3, 12
    Worin liegt die geheime Ursache der Unduldsamkeit und Verfolgung?

“Sie verachteten den liebenswerten Menschen, in dem nur Wohlwollen, Reinheit und Frömmigkeit lebten, und der keinen Hass kannte außer den gegen die Sünde. So war es zu allen Zeiten. Das Licht von oben spricht jeden schuldig, der nicht darin wandeln will. Das Vorbild derer, die die Sünde verabscheuen, empfinden Heuchler als Vorwurf. Darum werden sie zu Satans Helfershelfern, indem sie die Gläubigen fortwährend beunruhigen und verfolgen. ‘Alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden.’” (Patriarchen und Propheten, S. 592)

“Zwischen Gerechtigkeit und Sünde, Liebe und Hass, Wahrheit und Trug, tobt ein leidenschaftlicher Kampf. Wer in der Liebe Christi und in der Anmut der Heiligkeit einhergeht, der macht dem Satan seine Untertanen abwendig, und das erregt den Widerstand des Fürsten der Bosheit. Schmähungen und Verfolgungen treffen alle, die vom Geist Christi erfüllt sind. Die Art der Verfolgungen mag sich mit der Zeit ändern; aber der Geist, aus dem sie kommen, ist im Grunde derselbe, nach dem seit Abels Zeiten die Auserwählten Gottes getötet wurden.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 157)

    5. In welchem tragischen Drama gleich zu Beginn der Menschheitsgeschichte sehen wir schon die verfolgende und unduldsame Macht der Bosheit? 1. Mose 4, 3-9
    a) Welches ist eines der Merkmale des Abfalls von Gott und einer vom Teufel gestifteten Religion? Joh. 16, 2.3; Offb. 17, 6
    b) An welchen bezeichnenden Beispielen sehen wir, dass die Abgefallenen und Untreuen zu Verfolgern der treuen Gotteskinder werden? 1. Sam. 18, 10-12; 23, 14; Jer. 38, 4-6; Apg. 7, 56-58

“Kain und Abel stellen die beiden Klassen dar, die bis zum Ende der Welt bestehen werden… Kain hasste Abel nicht, weil dieser ihm etwas zuleide getan hätte, sondern, ‘weil seine Werke böse waren, und die seines Bruders gerecht’ (1. Joh. 3, 12). So haben die Gottlosen zu allen Zeiten diejenigen gehasst, die besser waren als sie. Abels Gehorsam und sein standhafter Glaube waren für Kain ein ständiger Vorwurf. ‘Wer Arges tut, der hasset das Licht und kommt nicht zu dem Licht, auf dass seine Werke nicht an den Tag kommen.’ (Joh. 3, 20)
Je heller das Licht ist, das Gottes treue Diener widerstrahlen, desto klarer treten die Sünden der Gottlosen zutage, und umso entschlossener werden sie die zu vernichten suchen, die die Ruhe ihres Gewissens stören.” (Patriarchen und Propheten, S. 53-55

    6. Welches Ziel sucht Satan mit der Anstiftung von Verfolgung, Trübsal und Leiden an den Menschen zu erreichen? Dan. 3, 15; Hiob 2, 9

    7. In welcher Absicht läßt der HERR die Leiden der Verfolgung an seinen Kindern zu? Dan. 11, 35; 1. Petr. 1, 6.7

“Durch Leiden und Verfolgungen wird die Herrlichkeit, das Wesen Gottes in seinen Auserwählten offenbart. Unter dem Hass der Welt wird das Volk Gottes in der Schule Christi erzogen. Es geht auf Erden einen schmalen Weg, wird im Feuerofen der Trübsal geläutert, folgt dem HERRN durch schwere Kämpfe, übt Selbstverleugnung und macht bittere Erfahrungen; aber es erkennt durch dieses alles die Strafunwürdigkeit und das Elend der Sünde und lernt sie verabscheuen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 159)

“Das geheimnisvolle Wirken der Vorsehung die zuläßt, dass der Gerechte von der Hand des Gottlosen Verfolgung erleidet, hat viele, die schwach im Glauben sind, schon in größte Verlegenheit gebracht. Manche sind sogar bereit, ihr Vertrauen zu Gott wegzuwerfen, weil er es zuläßt, dass es den niederträchtigsten Menschen wohlergeht, während die besten und aufrichtigsten von ihrer grausamen Macht bedrängt und gequält werden. Wie, so fragt man, kann ein Gerechter und Barmherziger, dessen Macht unendlich ist, solche Ungerechtigkeit und Unterdrückung dulden? - Mit einer solchen Frage haben wir nichts zu tun. Gott hat uns ausreichende Beweise seiner Liebe gegeben, und wir sollen nicht an seiner Güte zweifeln, weil wir das Wirken seiner Vorsehung nicht zu ergründen vermögen… Wer berufen ist, Qualen und Märtyrertod zu erdulden, folgt nur den Fußtapfen des teuren Gottessohnes.” (Der große Kampf, S. 47)

    8. Welche weiteren Mittel benutzt Satan, um die Boten und Diener Gottes zu bekämpfen? Matth. 5, 11.12; Jes. 51, 7; Jer. 18, 18
    a) Welcher Gottesmann in der Adventbewegung hatte, weil er die Botschaft Gottes deutlich verkündete, viel Verfolgung und Schmach zu erdulden?

“Prediger und Volk vereinigten sich, um dieser Botschaft vom Himmel zu widerstehen und Wilhelm Miller und diejenigen, die sich mit ihm vereinigt hatten, zu verfolgen. Es wurden Lügen verbreitet, um seinen Einfluß zu schädigen. Mehrmals, wenn er den Rat Gottes klar vorgeführt und den Herzen seiner Zuhörer scharfe Wahrheiten nahegebracht hatte, entstand ein großer Zorn gegen ihn, und wenn er den Versammlungsplatz verließ, lauerten ihm einige auf, um ihm das Leben zu nehmen. Aber Gott sandte seine Engel, ihn zu beschützen, und sie führten ihn sicher durch die wütende Menge. Sein Werk war noch nicht vollendet.” (Erfahrungen und Gesichte, S. 226.227)

    b) Was greifen die Helfer Satans an, wenn sie sehen, dass sie gegen die unwiderlegbaren Tatsachen und Wahrheiten der Verkündigung nicht ankommen können?

“Heute wie damals erregt die Verkündigung einer Wahrheit Widerstand, die die Sünden und Irrtümer der Zeit rügt… Wenn Menschen sehen, dass sie ihre Auffassung nicht durch die Heilige Schrift begründen können, entschließen sich viele, ihren Standpunkt um jeden Preis zu verteidigen, und greifen mit boshaftem Geist den Charakter und die Beweggründe derer an, die die unbeliebten Wahrheiten verteidigen. Diese Handlungsweise ist in allen Zeiten verfolgt worden… bis auf den heutigen Tag sind die, welche der Wahrheit treu bleiben wollten, als Empörer, Ketzer und Abtrünnige gebrandmarkt worden. Die vielen, welche zu ungläubig sind, das feste prophetische Wort anzunehmen, werden mit einer Leichtgläubigkeit, die keinen Zweifel zuläßt, den Anklagen gegen diejenigen Glauben schenken, die es wagen, volkstümliche Sünden zu rügen. Dieser Geist wird beständig zunehmen.” (Der große Kampf zwischen Licht und Finsternis, S. 458)

    9. Durch welche Erfahrungen des feindlichen Widerstandes mussten die Apostel und ersten Zeugen Jesu in ihrer Botschaftsverkündigung gehen? 2. Kor. 6, 4.5.8-10; 11, 23-25

“Zu allen Zeiten sind Gottes Boten geschmäht und verfolgt worden, aber gerade durch ihre Trübsal wurde die Erkenntnis Gottes ausgebreitet. Jeder Jünger Christi muss in ihre Reihen treten und dasselbe Werk fördern in dem Bewußtsein, dass der Feind nichts gegen, sonder nur etwas für die Wahrheit tun kann. Gott will, dass die Wahrheit in den Vordergrund gestellt und genau geprüft und erörtert werde. Er scheut sich nicht, diesem Zweck selbst die Verachtung dienstbar zu machen, die man ihr zuteil werden läßt. Die Gemüter der Menschen müssen beunruhigt werden; jeder Kampf, jede Schmähung, jeder Versuch zur Beschränkung der Gewissensfreiheit ist ein Mittel in der Hand Gottes, Seelen, die sonst schlafen würden, aufzurütteln.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 161)

Nie war ein Mensch unter Menschen grausamer verleumdet worden, als der Sohn Gottes. Auf jedem Schritte begegnete man ihm mit bitteren Vorwürfen; er wurde gehasst ohne Ursache. Die Pharisäer hielten sogar Mietlinge, welche von Stadt zu Stadt die Lügen verbreiteten, die sie selbst ersonnen hatten, um den Einfluß Jesu zu zerstören.” (Das Leben Jesu Christi, Alte Ausgabe, S. 210)

    10. In welchem Abschnitt der sieben Gemeinden sind die Christen durch die Trübsalshitze geläutert und von dem Herrn Jesu nicht getadelt worden? Offb. 2, 8-11
    a) Worin zeigte sich der hohe Stand des reinen urchristlichen Glaubens? Apg. 5, 40-42; Hebr. 11, 32-34
    b) Warum fehlt den Christen von Laodizea das Glaubensgold, das im Feuer durchläutert ist? Offb. 3, 18 (1. Satz); Phil. 3, 18

Diejenigen, welche Schritt für Schritt den weltlichen Forderungen nachgegeben haben, und sich den weltlichen Sitten angepasst, werden es nicht schwer finden, eher den Regierungen nachzugeben, als sich Spott, Beschimpfung, angedrohter Einkerkerung und dem Tode auszusetzen.” (Test. V, S. 80.81)

    11. Welche ernste Frage sollten sich alle bekenntlichen protestantischen Kirchen, wie auch die große Adventkirche, vorlegen? 2. Chron. 18, 1.3 (letzter Satz); 19, 2

“Wie kommt es dann, dass die Verfolgung gewissermaßen zu schlummern scheint? Der einzige Grund ist, dass die Kirchen sich der Welt angepasst haben und deshalb keinen Widerstand erwecken. Die heutzutage im Volk verbreitete Religion hat nicht den heiligen und reinen Charakter, der den christlichen Glauben in den Tagen Christi und seiner Apostel kennzeichnete. Weil man mit der Sünde gemeinsame Sache macht, weil man die großen Wahrheiten des Wortes Gottes so gleichgültig betrachtet und weil wenig echte Gottseligkeit in der Gemeinde herrscht, deshalb ist anscheinend das Christentum in der Welt so beliebt. Sobald eine Wiederbelebung des Glaubens und der Stärke der ersten Christengemeinde geschähe, erwachte auch wieder der Geist der Verfolgung und schürte aufs neue die Feuer der Trübsal.” (Der große Kampf zwischen Licht und Finsternis, S. 48)

    12. Welche Freudigkeit dürfen wir inmitten der Verfolgung besitzen und wie zuversichtlich dürfen wir selbst in dunkelsten Lebenslagen sein? Matth. 5, 12 (1. Satz); 2. Kor. 12, 9.10; Apg. 16, 22-26

Für welche große Glaubensprüfung der letzten weltweiten Verfolgung der treuen Sabbathalter müssen wir uns jetzt vorbereiten? Offb. 3, 10; 13, 15-17; 12, 17

Spreu wird wie eine Wolke vom Winde weggetragen werden, sogar von Plätzen, wo wir nur Tennen reichen Weizens sahen. Alle, welche den Schmuck des Heiligtums beanspruchen, die aber nicht mit der Gerechtigkeit Christi bekleidet sind, werden in der Schande ihrer Blöße erscheinen… Je tiefer die Nacht für das Volk sein wird, desto glänzender die Sterne. Satan wird die Gläubigen heftig quälen, aber im Namen Jesu werden sie mehr als Sieger sein. Dann wird die Gemeinde erscheinen: Schön wie der Mond, hell wie die Sonne und schrecklich wie die Heerscharen… Seelen werden die Wahrheit empfangen, die Trübsale erdulden können und den Herrn preisen, dass sie für Jesum leiden dürfen. ‘In der Welt werdet ihr Trübsal haben, aber seid fröhlich, ich habe die Welt überwunden’.” (Test. V, S. 81.82)

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Bibelstudium am Sabbat (=Samstag), dem siebenten Tag der Woche (2. Mose 20, 8-11; Jes. 66, 22-23; Markus 2, 27-28). Sabbatbeginn: Freitag bei Sonnenuntergang. Sabbatende: Samstag bei Sonnenuntergang.

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