Merkvers: “Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen.” (Kol. 3, 15)
1. Was kam über die gefallene Menschheit infolge der Sünde und Herrschaft Satans in der Welt? 1. Mose 4, 8.23
“Die Gottlosigkeit war geradezu herausfordernd. Die Gerechtigkeit wurde in den Staub getreten und die Schreie der Unterdrückten drangen zum Himmel… Aber nach dem Fall gingen die Menschen ihre eigenen sündhaften Wege, denen rasch Verbrechen und Elend folgten. Man achtete weder die Ehe noch das Eigentumsrecht des andern. Wen immer nach der Frau oder den Besitztümern seines Nachbarn gelüstete, der nahm sie mit Gewalt und triumphierte noch über seine brutalen Taten. Sie fanden Vergnügen am Erlegen von Tieren, und der viele Fleischgenuss machte sie grausam und blutdürstig, bis sie auch das Menschenleben erstaunlich gleichgültig behandelten.” (Patriarchen und Propheten, S. 69, 70)
2. Welchen Weg kennen die Gottlosen und Scheinchristen nicht? Jes. 59, 8; 48, 22
3. Wie ist es heute mit dem Frieden zwischen Mensch und Mensch und Volk und Volk bestellt? Offb. 6, 4; 11, 18; Matth. 24, 6.7
4. Welches ist die offenbare Ursache des Überhand nehmenden Unfriedens und Fluches in unserer Welt? Jes. 24, 5.6; 59, 2-7; Jak. 4, 1-3
5. Wie gefährlich und trügerisch ist das Friedensangebot der gottlosen Welt? Jes. 8, 10; 1. Thess. 5, 3
“Unter den Völkern werden bald schreckliche Unruhen ausbrechen, die nicht aufhören werden, bis Jesus kommt… Die Gerichte Gottes sind in Sicht. Die Kriege und das Geschrei von Kriegen, die Zerstörungen durch Feuer und Wasser sagen deutlich, dass die Zeit der Trübsal, welche sich bis zum Ende steigern wird, nahe bevorsteht. Wir haben keine Zeit zu verlieren. Der Kriegsgeist hat die Nationen erfasst.” (Review and Herald, 1904)
6. Wie nennt die Heilige Schrift den wahren Gott, und unter welchem Namen sandte er seinen Sohn um den Menschenherzen den Frieden wiederzubringen? 1. Thess. 5, 23; Jes. 9, 5; Hebr. 7, 1-3
7. Wie wurde durch die Propheten das himmlische Friedensprogramm des Gnadenreiches Christi angekündigt? Sach. 9, 9-11; Jes. 9, 4-6; Luk. 1, 79; 1. Chron. 22, 8-10
“Der Name Salomo bedeutet: Mann des Friedens, Friedreich. Nathan nannte ihn ‘Jedidja’: Liebling des HERRN. Salomo war ein Vorbild auf den Friedefürsten Christus, welcher in Gerechtigkeit und Frieden in den Kindern des Lichts den geistlichen Tempel baute, und von welchem ER selbst der Eckstein ist.” (Patriarchen und Propheten, S. 665)
8. Wie kann unser Herz durch die Erlösung in Christo wieder teilhaftig werden des inneren Friedens mit Gott?
a) durch die Versöhnung: Luk. 7, 47-50; Joh. 3, 36; Jes. 53, 5
b) durch das Innewohnen Christi als Friedefürst in unserem Herzen: Röm. 5, 1; Eph. 3, 17; 2. Petr. 1, 19
c) durch geisterfülltes Wirken im Leben und Wandel: Gal. 5, 22; Röm. 8, 6; 14, 17
9. Auf welch unwandelbarer Grundlage ruht der wahre Herzensfriede einer echten biblischen Bekehrung? Jes. 48, 18; Jer. 31, 31-34; Offb. 14, 12
“Alle diese Segensworte, die von Leben und Wahrheit durchdrungen und erleuchtet sind, dienen dem Menschen zur vollkommenen Lebensführung. Weil Satan so schnell Forderungen des Herrn ablenkt, bedarf es umso größeren Fleißes, sie Herz und Sinn einzuprägen.” (Patriarchen und Propheten, S. 483)
10. In welch schrecklicher Täuschung werden die Sonntagschristen durch die Predigt eines falschen Friedens in der Übertretung des Gesetzes gefangen gehalten? Jer. 6, 14; 8, 11; Hes. 13, 10.16
“Durch diese ernsten Warnungen (der dritten Engelsbotschaft) wird das Volk aufgerüttelt. Tausende und Abertausende, die noch nie solche Worte gehört haben, lauschen diesen Warnungen. Mit Verwunderung hören sie das Zeugnis, dass Babylon infolge seiner Irrtümer und Sünden gefallene Kirche ist, weil sie die ihr vom Himmel gesandte Wahrheit verworfen hat. Wendet sich das Volk dann mit der brennenden Frage, ob es wirklich so sei, an seine früheren Lehrer, so erzählen die Prediger Fabeln, prophezeien beruhigende Dinge, um die Besorgnis zu beschwichtigen und das erwachte Gewissen zu besänftigen.” (Der große Kampf zwischen Licht und Finsternis, S. 607)
11. Wo wird sogar der falsche Friedensruf vernommen? Hes. 5, 5-7; Offb. 3, 17
“Die alten Männer, denen Gott großes Licht gegeben hatte und welche als Wächter der geistigen Interessen des Volkes gestanden, haben das ihnen Anvertraute verraten. Sie haben die Stellung eingenommen, dass wir nicht nötig hätten, auf Wunder und bemerkenswerte Kundgebungen der Macht Gottes zu sehen wie in früheren Tagen. Die Zeiten haben sich geändert. Diese Worte stärken ihren Unglauben, und sie sagen:
‘Der HERR wird weder Gutes noch Böses tun. Er ist zu barmherzig, sein Volk im Gericht zu besichtigen.’ Dieser Friede und diese Sicherheit ist der Ruf von Männern, welche nicht ihre Stimme gleich einer Posaune erheben wollen, dem Volke ihre Übertretungen und dem Hause Jakob ihre Sünden zu zeigen. Diese stummen Hunde, die nicht bellen wollen, sind diejenigen, welche die Strafe eines beleidigten Gottes fühlen werden.” (Test. V, S. 211)
“… und rufen: ‘Friede, Friede!’ Dies sind die wahren Gefühle von vielen unter unserem Volk, und Satan frohlockt über seinen Erfolg, dass er so viele, welche bekennen, Christen zu sein, beherrscht. Er hat sie getäuscht, ihre Gefühle betäubt und sein höllisches Banner gerade in ihrer Mitte aufgepflanzt. Sie sind so vollständig getäuscht, dass sie nicht erkennen, dass er es ist.” (Test. II, S. 440)
12. Was können die treuen Jesusnachfolger inmitten einer Welt, die im Argen liegt, und mit Hader und Feindschaft erfüllt ist, stets im Herzen haben? Joh. 14, 27; 16, 33; Phil. 4, 7
a) Mit welch himmlischem Gruß grüßte Jesus die Seinen? Joh. 20, 19
b) Was haben die Apostel in ihren Briefen in den herzlichen Gruß der Anrede immer mit eingeschlossen? Gal. 1, 3; Eph. 1, 2; 1. Petr. 1, 2
13. Welchen himmlischen Sinn tragen die Kinder des Friedens in der Familie, in der Gemeinde und unter den Mitmenschen, um Friedensstifter (Matth. 5, 9 Grundtext) zu sein und den Frieden bewahren zu können? Jak. 3, 17.18
14. In welch friedliebender Herzenseinstellung jagen sie dem Frieden nach (Hebr. 12, 14 und zwar
“Wenn unser Leben mit heiligem Wohlgeruch erfüllt ist und wir Gott ehren, indem wir wohlwollend über andere denken und durch gute Taten anderen Segen bringen, dann ist es gleichgültig, ob wir in einer Hütte oder in einem Palast wohnen. √Ñußere Umstände haben nur wenig Einfluß auf die Erfahrung der Seele. Der Geist, den wir pflegen, gibt all unserem Tun die Färbung. Einen Menschen, der mit Gott und Mitmenschen Frieden hat, kann man nicht unglücklich machen. Neid wird in seinem Herzen nicht aufkommen, übler Argwohn findet dort keinen Raum. Hass kann es da nicht geben. Ein Herz, das im Einklang mit Gott steht, ist über die √Ñrgernisse und Prüfungen dieses Lebens erhaben.” (Aus der Schatzkammer der Zeugnisse, S. 169.170)
15. Können die Kinder des Friedens in irgendeiner Dienstleistung am Kriege, am Morden und Blutvergießen in direkter oder direkterweise teilnehmen? Matth. 5, 43-45; Jes. 2, 2-5; 2. Kor. 6, 14
“Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann zeigt er mir eine innere Einstellung, die ich schon verachte; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation müsste man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen können. Heldenmut auf Kommando, sinnlose Gewalt und die leidige ‘Vaterländerei’, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich erscheint mir der Krieg; ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an einem so elenden Tun beteiligen!” (Prof. Albert Einstein in seinem Buch: ‘Wie ich die Welt sehe’)
Welche evangeliumsfeindliche Haltung nimmt die Leitung der abgefallenen Muttergemeinde in ihrer Verführung zum Kriegsdienst ein?
“…Militär- und Kriegsdienst als einer rein staatsbürgerlichen Aufforderung, wozu die von Gott eingesetzte Obrigkeit laut 1. Petr. 2, 13.14 und Römer 13, 4.5 berechtigt ist.
Dieser Stellung trug auch der Generalkonferenz-Ausschuß (Anmerkung: der Siebenten-Tags-Adventisten) Rechnung, in dem er bei seiner im November 1915 stattgehabten Sitzung auf Anfrage der hiesigen leitenden Brüder seinen Standpunkt dahingehend äußerte, dass er den verschiedenen Ländern der Erde volle Freiheit lasse, sich den betreffenden gesetzlichen Angelegenheiten, wie bisher, auch weiterhin anzupassen!” (Zionswächter No. 5, 1916)
Vietnam:
Die Zahl der adventistischen Dienstleistenden wächst täglich. Die Regierung hat der Gemeinde eröffnet, weitere Absendungen von Kaplanen vorzunehmen, und die wachsende Zahl adventistischer Dienstleistender zu betreuen. Wir danken Gott für den Dienst unserer Kaplane in Uniform…” (Review and Herald, 23.12.1965)
16. Welches Ziel will der HERR mit seiner Evangeliumsbotschaft unter den Menschen erreichen? Jes. 57, 19; 52, 7-9; Luk. 2, 14
17. Nur mit welcher Gesinnung können wir als Kinder Gottes anerkannt werden? Matth. 5, 9
18. Wo werden die Kinder des Friedens dereinst einmal im Reiche Gottes ausruhen dürfen? Jes. 32, 16-18
“Dort steigen die weit ausgedehnten Ebenen zu Hügeln der Schönheit an, und die Berge Gottes erheben ihre majestätischen Gipfel. Auf diesen friedlichen Ebenen, an diesen lebendigen Strömen wird Gottes Volk, bisher Pilger und Wanderer, eine neue Heimat finden. ‘Dass mein Volk in Häusern des Friedens wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe.’” (Der große Kampf, S. 674)