Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 6: Selig sind die reines Herzens sind

Merkvers: “Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist.” (Psalm 51, 12)

    1. Nach wessen Bild wurde der Charakter des Menschen bei seiner Erschaffung am Anfang geformt? 1. Mose 1, 26.27; Pred. 7, 29 (erster Teil)

“…dass Gott den Menschen redlich schuf, aber sie…” (Übersetzung van Ess)

“Der Mensch sollte nach seiner äußeren Erscheinung und seinem Charkter das Bild Gottes an sich tragen. Christus allein ist ‘das Ebenbild seines (Gottes) Wesens’ (Hebr. 1, 3), der Mensch aber wurde immerhin nach dem Bilde Gottes geschaffen. Sein Wesen war in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes. Er vermochte göttliche Gedanken zu erfassen. Seine Empfindungen waren rein. Seine Triebe und Neigungen wurden von der Vernunft beherrscht. Er war heilig und glücklich als das Abbild Gottes, das dessen Willen völligen Gehorsam leistete.” (Patriarchen und Propheten, S. 21)

    2. Wie verderbt wurde das menschliche Herz nach dem Sündenfall durch den steten Einfluß des Bösen? 1. Mose 6, 5; Matth. 15, 18-20; Spr. 22, 15 (erster Satz); Pred. 7, 29 (letzter Teil)

Im Hebräischen: “…aber sie ersinnen viele Ränke.”

“Gott hat den Menschen in der ursprünglichen Gerechtigkeit und Heiligkeit nach seinem Ebenbilde geschaffen, der Mensch aber war neugierig nach Beantwortung der Frage von gut und böse, fiel und verunstaltete sein Ebenbild. Seitdem haben sich die Menschen in den verschiedenen Wissenschaften und Künsten aus der Einfalt in die Vielheit der Erkenntnis des Guten und Bösen verirrt, und sich dadurch mehr unglücklich als glücklich gemacht.” (Allioli, Erklärungsbibel, Pred. 7, 29)

    3. Welche gegensätzlichen Regungen und Beweggründe sind im sündenkranken Herzen zu finden und wer allein vermag des Menschen Herz zu ergründen? Jer. 17. 9.10; 2. Chron. 6, 30; Apg. 1, 24; 1. Thess. 2, 4

“An den Greueln der Kanaaniter zeigte der HERR den Israeliten, wohin die Verbindung mit bösen Geistern führt: Sie waren Götzendiener, Ehebrecher, Mörder, verdorben und durch ihr lasterhaftes Verhalten verabscheuungswürdig. Die Menschen kennen sich oft selbst nicht, denn ‘es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding’. Aber Gott sieht das Wesen des gefallenen Menschen. Satan war immer darauf aus, die Aufsässigkeit zu schüren, damit sich Israel in Gottes Augen ebenso benahm wie die Kanaaniter. Die Widersacher sind stets wachsam, wenn es gilt, uns mit Schlechtem zu überfluten; denn er will, dass wir unglücklich und von Gott schuldig gesprochen werden.” (Patriarchen und Propheten, S. 665

    4. Mit welch heiligem Opfer hat der Himmel die Erlösung des sündengefangenen Menschenherzen erkauft?” 1. Petr. 1, 18-19; Jes. 53, 3-6.10-12; Hebr. 5, 7

“Es ist aus Liebe, das der Sohn Gottes einwilligt, sich mit diesen abscheulichen Verbrechen, welche auf ihn gelegt wurden, zu belasten. Um deinetwillen zerstört er das Reich des Todes, und öffnet die Tore des Paradieses und des ewigen Lebens.
Derjenige, welcher die aufgeregten Wogen durch sein Wort besänftigte, welcher über die schäumenden Wellen dahinschritt, welcher Dämonen zittern machte, und vor dessen Berührung Krankheiten wichen, der den Blinden die Augen öffnete und die Toten zum Leben zurückrief, - bietet sich selbst am Kreuze dar als ein vollgenügendes Opfer für die Menschheit. Er, der Träger der Sünde, nimmt auf sich die gerechte Strafe für die menschliche Gottlosigkeit und wird für den Menschen selbst zur Sünde.” (Leben Jesu, Alte Ausgabe, S. 501.502)

“Es ist aus Liebe, das der Sohn Gottes einwilligt, sich mit diesen abscheulichen Verbrechen, welche auf ihn gelegt wurden, zu belasten. Um deinetwillen zerstört er das Reich des Todes, und öffnet die Tore des Paradieses und des ewigen Lebens.
Derjenige, welcher die aufgeregten Wogen durch sein Wort besänftigte, welcher über die schäumenden Wellen dahinschritt, welcher Dämonen zittern machte, und vor dessen Berührung Krankheiten wichen, der den Blinden die Augen öffnete und die Toten zum Leben zurückrief, - bietet sich selbst am Kreuze dar als ein vollgenügendes Opfer für die Menschheit. Er, der Träger der Sünde, nimmt auf sich die gerechte Strafe für die menschliche Gottlosigkeit und wird für den Menschen selbst zur Sünde.” (Leben Jesu, Alte Ausgabe, S. 501.502)

Gott litt mit seinem Sohn. In der Seelenangst im Garten Gethsemane und beim Todeskampf am Kreuz auf Golgatha bezahlte die ewige Liebe den hohen Preis für unsere Erlösung.” (Der Weg zu Christo, S. 12)

    5. Was muss mit unserem stolzen, selbstsüchtigen Herzen geschehen, wenn wir zum ewigen Leben gelangen wollen? Psalm 34, 19; 147, 3; Jes. 61, 1
    a) Auf welchem heilsnotwendigen Wege muss der HERR oft dem verstockten Menschenherzen begegnen, damit es für das Wirken der göttlichen Gnade zugänglich wird? Psalm 77, 4; Jes. 26, 16
    b) Wie müssen wir dem Herrn entgegen kommen, damit wir teilhaben können am Reich der Gnade? Jer. 29, 12-14 (erster Satz); Psalm 69, 33

    6. Mit welch herzlichem Liebeswerben ruft die himmlische Liebe das Herz des Sünders heim ins Vaterhaus? Und wie liebevoll und freundlich erbittet unser lieber Heiland Eintritt in das Herz des Menschen? Jer. 31, 3; Jes. 49, 15.16; Offb. 3, 20

“Er lässt sich weder durch Hohn noch durch Drohungen abweisen, sondern sucht unerschütterliich nach den Verloren. ‘Wie sollte ich dich hingeben?’ (Hosea 11, 8, Elberfelder). Selbst wenn ein hartes Herz seine Liebe zurückweist, kommt er dennoch wieder zu ihm und bittet umso eindringlicher: ‘Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.’ Die gewinnende Macht dieser Liebe nötigt die Seele, ‘hereinzukommen’…” (Christi Gleichnisse, S. 178)

“So elend der verlorene Sohn auch ist: die Überzeugung, dass der Vater ihn liebt, gibt ihm Hoffnung. Die Vaterliebe zieht ihn heim. Ebenso ist es mit Gott: die Versicherung, dass er liebt, bewegt den Sünder zur Umkehr. ‘Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?’ (Röm. 2, 4)” (Christi Gleichnisse, S. 153)

    7. Wie völlig muss in einer wahren Buße und Umkehr das Herz dem Gott der Liebe geweiht werden? Luk. 16, 12; Mark. 12, 29.30; 2. Chron. 16, 9 (erster Satz)

“Christus fordert die rückhaltlose Hingabe und den uneingeschränkten Dienst des Herzens, des Gemütes, der Seele und aller Kräfte. Das Ich soll nicht gehegt und gepflegt werden; denn wer sich selbst lebt, ist kein Christ … Wir gehören Christus entweder ganz oder garnicht. Jede Halbherzigkeit im christlichen Leben macht Menschen willensschwach und wankelmütig.” (Christi Gleichnisse, S. 32.33)

“Gott nimmt keinen halbherzigen Dienst an. Wenn wir ihm nicht unser ganzes Herz ungeteilt geben wollen, wünscht er überhaupt nichts.” (Aus der Schatzkammer der Zeugnisse, Bd. I, S. 34)

“Heute spricht der Heilige Geist zu dir und ladet dich ein. Bringe Jesus dein ganzes Herz, dann wirst du auch seine Segnungen erfahren.” (Der Weg zu Christo, S. 53)

    8. Wer allein ist durch sein innewohnen in unseren Herzen imstande, unseren Willen der Sünde zu entfremden und ihn wieder mit dem Willen Gottes zu verbinden? Röm. 7, 24.25; 2. Kor. 12, 9

“Es muss zuerst eine Macht im Innern wirken, ein neues Leben von oben kommen, ehe der Mensch von der Sünde zur Heiligkeit bekehrt wird. Diese Macht ist Christus. Seine Gnade allein ist fähig, die toten Seelenkräfte wieder zu beleben und sie zu Gott, zur vollkommenen Heiligkeit hinzuleiten. Der Heiland selbst sagt: ‘Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.’ (Joh. 3, 3)” (Der Weg zu Christo, S. 17)

    9. Was müssen wir in dem Streben nach Herzensreinheit und Vollkommenheit tun, damit wir nicht dem Selbstbetrug und Schein eines gottseligen Wesens anheim fallen? 1. Joh. 1, 7-9; Offb. 7, 14
    a) Was muss unsere Bitte und Verlangen sein? Ps. 139, 23; 62, 1
    b) Mit welchem Vergleich zeigt das Wort den Läuterungsprozess des Herzens? Spr. 17, 3
    c) Wodurch werden unsere Herzen eine für Satan uneinnehmbare Festung? Offb. 12, 11; 1. Joh. 2, 14

“Es ist jetzt keine Zeit, unter Entmutigung und Prüfung niederzusinken, sondern wir müssen in all unseren Trübsalen aushalten und dem mächtigen Gott Jakobs vertrauen. Der HERR hat mir gezeigt, dass seine Gnade in all unseren Prüfungen mit uns ist, und obgleich sie größer sein werden als je, so werden wir doch, wenn wir unser Vertrauen in Gott setzen, jede Versuchung überwinden und durch seine Gnade den Sieg erlangen können.” (Erfahrungen und Gesichte, S. 36)

    10. Von welch schädlichen Unreinigkeiten müssen unsere Herzen, die wir aus der Welt und abgefallenen Gemeinden herausgerufen wurden, nunmehr gereinigt und geläutert werden? Jak. 3, 14-16; 4, 11; Offb. 3, 15; Sach. 7, 10; 8, 16.17

“In die Stadt Gottes wird nichts unreines hineinkommen; alle ihre Einwohner müssen reines Herzens sein. Wer von Christus lernt, bekundet wachsende Abneigung gegen liederliche Gewohnheiten, unangebrachte Redensarten und unreine Gedanken. Wenn Christus im Herzen wohnt, werden Denken und Lebensführung geläutert und verfeinert.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 152.153)

    11. Zu welcher Liebes- und Glaubenseinheit müssen die Übrigen durch Herzensreinigung und wahrer Buße verbunden werden, damit sie die Erquickung des Spätregens empfangen können? Psalm 133, 1-3; Apg. 4, 32

    12. Was soll aus dem reinen Herzen heraus leuchten und die Welt mit der Herrlichkeit Gottes erfüllen? Hes. 36, 25-27; Hebr. 8, 10.11; 2. Kor. 3, 3; Offb. 18, 1

    13. Mit welcher herrlichen Verheißung preist der HERR jetzt schon selig, die reines Herzens sind? Matth. 5, 8

    14. Wodurch können wir Gott schon in diesem Leben erkennen und schauen?
    a) in der Natur: Röm. 1, 19-20

“Die reines Herzens sind, erkennen den Schöpfer in den Werken seiner mächtigen Hand, in den Schönheiten der Natur, die das Weltall erfüllen. Noch deutlicher lesen sie die Offenbarungen seiner Barmherzigkeit, seiner Güte und Gnade in seinem geschriebenen Wort.
Die Wahrheiten, die den Weisen und Klugen verborgen bleiben, sind den Unmündigen offenbart. Die Schönheiten und Kostbarkeiten in diesem Worte, die von Weltweisen nicht erkannt werden, entfalten sich denen, immer mehr, die gläubig und kindlich den Willen Gottes zu erkennen und zu tun wünschen. Wir erkennen die Wahrheit, je mehr wir persönlich der göttlichen Natur teilhaftig werden.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 155)

    b) in seinem Verhalten zu uns: 2. Mose 34, 5.6

Mose war einst in der Felsenhöhle verborgen, als der HERR ihm seine Herrlichkeit offenbarte. Sind wir in Christus geborgen, so schauen wir Gott, die Liebe … Durch den Glauben schauen wir IHN schon jetzt.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 154)

    15. Was werden die Heiligen und Geliebten mit ihren reinen Herzen im Reiche Gottes an wahrer Glückseligkeit wahrhaftig erleben? Offb. 22, 1-5

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Bibelstudium am Sabbat (=Samstag), dem siebenten Tag der Woche (2. Mose 20, 8-11; Jes. 66, 22-23; Markus 2, 27-28). Sabbatbeginn: Freitag bei Sonnenuntergang. Sabbatende: Samstag bei Sonnenuntergang.

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