Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 10: Ihr seid das Licht der Welt

Merkvers: “Denn ihr wart weiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in dem HERRN.” ( Eph. 5, 8 )

    1. Wer ist der Ursprung und der Urquell alles Lichtes? 1. Mose 1, 3
    a) Welche Licht- und Herrlichkeitsfülle strahlt das heilige Wesen des großen Gottes aus? Hes. 1, 26-28; Ps. 104, 2; 1. Tim. 6, 16
    b) Wie Ehrfurcht gebietend zeigte sich die Gegenwart des großen Gottes? …
    … bei der Gesetzgebung am Sinai? 5. Mose 5, 4.5.20-23
    … bei der Berufung von Mose? 2. Mose 3, 2-5
    … bei der Aufrichtung des Heiligtums? 4. Mose 9, 15.16

    2. Wie musste Mose die Herrlichkeit Gottes auf seinem Angesichte abschirmen, damit sich das Volk zu ihm nahen konnte? 2. Mose 34, 29.30.33
    In welcher Gestalt musste der Sohn Gottes seine himmlische Herrlichkeit verhüllen, um unter uns Menschen wandeln und wirken zu können? Röm. 8, 3; Joh. 1, 14

“Mose war ein Vorbild auf Christus. Als Israels Fürsprecher verhüllte er das Gesicht, weil das Volk seinen Glanz nicht ertragen konnte. So verhüllte Christus seine Gottheit in der menschlichen Natur, als er auf diese Erde kam. Wäre er dabei mir der Klarheit des Himmels umgeben gewesen, hätte er bei den sündhaften Menschen keinen Eingang gefunden. Sie hätten die Herrlichkeit seiner Gegenwart nicht ertragen können. Darum erniedrigte er sich und kam ‘in der Gestalt des sündlichen Fleisches’ (Röm. 8, 3), damit er das gefallene Geschlecht gewinnen und zu sich empor heben könne.” (Patriarchen und Propheten, S. 304)

    3. Welchen himmlischen Sendungsauftrag sollte Jesus auf Erden erfüllen? Jes. 49, 5.6; Joh. 8, 12; 1, 4-9
    a) Welche herrliche Prophezeiung erfüllte sich durch die Menschwerdung des Gottessohnes? Matth. 4, 15.16
    b) Was ist der Heiland denen, die ihr Herz der göttlichen Erleuchtung auftun? Mal. 3, 20 (4, 2); Offb. 21, 23 (letzter Satz)
    c) Welche Aufforderung richtet das Wort des HERRN an die Menschen, die in ihren Sünden tot sind und schlafen? Eph. 5, 14

    4. Wie strahlte der Gottessohn das himmlische Herrlichkeitslicht der Liebe Gottes nach allen Seiten aus? Apg. 10, 37.38; Joh. 17, 4

“Christus, der Abglanz der Herrlichkeit des Vaters, kam als das Licht der Welt auf diese Erde. Er wollte die Menschen zur Gotteserkenntnis führen. Die Schrift berichtet, dass Gott ihn ‘gesalbt hat mit dem heiligen Geist und Kraft; (ihn), der umhergezogen ist und hat wohlgetan’.
Christus sprach in der Synagoge von Nazareth: ‘Der Geist des Herrn ist bei mir, darum dass er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstoßenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, dass sie los sein sollen, und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen, und zu verkündigen das angenehme Jahr des HERRN.’ (Luk. 4, 18.19)” (Christi Gleichnisse, S. 318.319)

    Wie brennend war das herzliche Verlangen des Erlösers, das himmlische Licht auf der dunklen Erde anzuzünden? Luk. 12, 49

“Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu schleudern. O was wünschte ich mehr, als dass es schon brennte.” (Albrecht Übersetzung)

    5. Wozu sind die Kinder Gottes in dieser dunklen Welt berufen?
    Matth. 5, 14; Phil. 3, 18.19; Kol. 1, 27
    a) Was muss in dem Menschen geschehen, damit er als Licht in dieser Welt leuchten kann? 2. Kor. 4, 6; Eph. 3, 18.19; Kol. 1, 27

Eine Pflanze wächst dadurch, dass sie aufnimmt, was Gott zur Erhaltung ihres Lebens vorgesehen hat. Sie senkt ihre Wurzeln in die Erde und nimmt Sonne, Tau und Regen sowie die lebenswichtigen Bestandteile der Luft in sich auf … Wie die Pflanze im boden, so sollen wir in Christus tief Wurzeln fassen; wie die Pflanze Sonne, Tau und Regen aufnimmt, so sollen wir unsere Herzen dem Heiligen Geist öffnen … Halten wir unsere Gedanken auf Christus gerichtet, so wird er … Wie die Sonne der Gerechtigkeit mit ‘Heil unter ihren Flügeln’ (Matth. 13, 41.42) … über uns aufgehen.” (Christi Gleichnisse, S. 46)

    b) Womit müssen die Gläubigen stets erfüllt sein, damit sie in dieser Welt ständig Leuchten können? Röm. 5, 5 (letzter Satz)

Im Werke Gottes vermag der Mensch aus sich heraus nichts. Niemand kann durch eigene Bemühungen einen Lichtträger Gottes aus sich machen. Allein das √ñl, das die himmlischen Boten in die goldenen Röhren gossen und das aus der goldenen Schale in die Lampen des Heiligtums floß - allein dieses √ñl ermöglichte ein ununterbrochenes helles Licht. Nur die Liebe Gottes, die unaufhörlich auf den Menschen überströmt, befähigt ihn, Licht zu spenden. Ungehemmt fließt das goldene √ñl der Liebe in die Herzen aller, die durch den Glauben mit Gott in Verbindung stehen, und bewirkt ein Leuchten guter Werke und wahrhaften Dienstes für Gott.” (Christi Gleichnisse, S. 320)

    6. Was haben wir unter dem himmlischen Licht zu verstehen? Matth. 5, 16; Eph. 5, 8-10; 1. Joh. 4, 16.17

“Was ist Licht? Es ist Frömmigkeit, Güte, Wahrhaftigkeit, Gnade, Liebe; es ist die Offenbarung der Wahrheit in Charakter und Leben.” (Review and Herald, 24. März 1891)

“So soll also die Gemeinde in der Nacht geistlicher Finsternis Gottes Ehre ausstrahlen, indem sie die Niedergebeugten aufrichtet und die Trauernden tröstet … Das natürliche Licht ist ein Segen für die ganze Welt, auch für die Undankbaren, Gottlosen und Verderbten; genauso das Licht der Sonne der Gerechtigkeit. Die ganze Erde, eingehüllt in der Finsternis von Sünde, Leid und Qual, muss durch die Erkenntnis der Liebe Gottes erleuchtet werden. Keine Glaubensgemeinschaft, keine Bevölkerungsschicht darf ausgeschlossen bleiben von dem Licht, das vom Throne Gottes strahlt.”

“Mit Geduld ertragene Prüfungen, dankbar empfangene Segnungen, tapfer überwundene Versuchungen, Sanftmut, Freundlichkeit, Barmherzigkeit und herzliche Liebe - so heißen die Lichtstrahlen, die unser Wesen erleuchten, die uns von der Finsternis der Selbstsucht befreien, welche keinen Strahl der Lebenssonne ins Herz gelangen lässt.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 173)

    7. Welch ernste Aufforderungen gibt der HERR durch den Propheten Jesaja an das letzte Volk, damit das so lange verhaltene Licht zum Durchbruch kommen kann? Jes. 58, 6-8; 57, 14

“Christus verlangt von seinen Nachfolgern nicht, dass sie danach streben sollen, zu leuchten. Er sagt vielmehr: Lasset euer Licht leuchten. Wer die Gnade Gottes aungenommen hat, der hat Licht in sich. Beseitige die Hindernisse, und alsbald wird die Herrlichkeit des HERRN sichtbar! Dann leuchtet dein Licht und durchdringt und vertreibt die Finsternis; und ohne dass du es willst, bist du von einem hellen Schein umgeben.” (Christi Gleichnisse, S. 321)

Der Sendungsauftrag des Christen kommt in einem bezeichnenden Amtsnamen im urchristlichen Gemeindeleben zum Ausdruck: “Episkopus” (griechisch) = √Ñltester, Aufseher. Die Namensbezeichnung “Episkopus”, auf deutsch: Bildwerfer, dient abgeleitet aus dem Griechischen für ein Instrument, mit welchem man ein eingelegtes Bild hinausleuchten (projezieren) kann. In diesem Sinne sollen auch die Christen das Bild Jesu Christi hinausleuchten in die dunkle Nacht.

    8. Welches große und feierliche Abschlußwerk haben die “Übrigen” noch zu erfüllen, bevor der Herr kommen kann? Offb. 18, 1

“Wir müssen Christus im Gesetz predigen. Dann wird Saft und Nahrung in dem Predigen sein. Und das wird der hungrigen Herde Gottes zur Speise dienen …” (Review and Herald, 11. März 1890)

“Das Kreuz von Golgatha muss unter den Menschen hoch erhöht werden, damit es ihre Gemüter gefangen nimmt und ihre Gedankenwelt durchdringt. Dann wird Kraft aus Gott ihr ganzes Wesen erfüllen, und sie werden ihre Kräfte dem Werk des Meisters weihen. Wer so arbeitet, wird Licht in die Welt strahlen - ein lebendiger Leuchter, die Erde zu erhellen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 172)

    a) Durch welch große Versäumnisschuld des Adventvolks ist das Werk von Offb. 18, 1 weit hinter der Zeit zurück?

“Ihre Herzen stehen nicht richtig vor Gott. Sie haben ihr Licht unter einen Scheffel gestellt. Hätte jeder Streiter Christi seine Pflicht getan, hätte jeder Wächter auf der Mauer Zions der Posaune einen deutlichen Ton gegeben, dann würde die ganze Welt schon eher die Warnungsbotschaft gehört haben. Aber das Werk ist weit hinter der Zeit zurück. Während die Menschen schliefen, hat Satan die Gelegenheit benutzt, uns zuvor zu kommen.” (Zeugnisse, Band 2, S. 37)

“Man widerstand dem Lichte, das die ganze Erde mit seiner Klarheit erleuchten sollte, und durch die Handlungsweise unserer eigenen Brüder wurde in einem großen Maße jenes Licht von der Welt ferngehalten.” (E.G. White, Review and Herald, 13. März 1952)

    b) Was muss in unseren Herzen wieder geschehen, damit das Werk des HERRN in der Verkündigung des ewigen Evangeliums zur Vollendung kommen kann? Luk. 24, 32; Röm. 12, 11

    9. Welch heiliger Ruf ist heute durch den HERRN uns persönlich gegeben? Jes. 60, 1.2

“Der große Abfall wird zu einer geradezu mitternächtlichen Finsternis führen, die undurchdringlich ist wie ein härener Sack. Für das Volk Gottes wird es eine Nacht der Versuchung, der Tränen und der Verfolgung um der Wahrheit willen sein. Aber aus dieser Finsternis wird Gottes Licht hervorbrechen …
ER ruft seinem Volk zu: ‘Mache dich auf, werde licht! denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.’ ” (Christi Gleichnisse, S. 317.318)

    10. Wie soll die Gemeinde der “Übrigen” in ihrer Treue zu den himmlischen Grundsätzen der Wahrheit und Liebe offenbar werden? Jes. 40, 9.10; Matth. 5, 14.15

“Sein Charakter muss allen kundwerden. Es gilt, in die Finsternis der Welt das Licht seiner Herrlichkeit, Güte, Gnade und Wahrheit zu werfen … Ebendas meint der Prophet Jesaja, wenn er sagt: ‘Jerusalem, du Predigerin, hebe deine Stimme auf mit Macht, hebe auf und fürchte dich nicht; sage den Städten Juda’s: Siehe, da ist euer Gott! … Die letzten Strahlen des Gnadenlichts, die letzte Botschaft der Barmherzigkeit an die Welt ist eine Offenbarung des Liebe erfüllenden Wesens Gottes. Gleichzeitig sollen seine Kinder aber auch an sich selbst seine Herrlichkeit offenbaren … Das Licht der Sonne der Gerechtigkeit muss in guten Werken fortstrahlen: in Worten der Wahrheit und Taten der Heiligkeit.” (Christi Gleichnisse, S. 318

    11. Wie beharrlich scheint das Licht der Kinder Gottes in dieser dunklen Welt? Hiob 12, 4.5; Psalm 97, 11
    Welche Erfahrung dürfen die treuen Jesusnachfolger mit dem Licht in ihrem Herzen machen? Spr. 4, 18; Rich. 5, 31 (letzter Teil)

    12. Wie groß wird einmal die Herrlichkeit der Lichtträger im Reiche des Vater sein? Matth. 13, 43; Dan. 12, 3

“Sie lebten in ständiger, enger Verbindung mit Gott. Über ihnen war die Herrlichkeit des HERRN aufgegangen. In ihnen hatte das Licht der Erkenntnis Gottes sich widergespiegelt. Nun frohlocken sie im Glanz des Königs der Könige, bereit zur Gemeinschaft des Himmels, da sie den Himmel im Herzen haben. Erhobenen Hauptes, unter den hellen Strahlen der Sonne der Gerechtigkeit, glücklich, dass ihre Erlösung sich naht, gehen sie dem Bräutigam entgegen und frohlocken: ‘Siehe, das ist unser Gott, auf den wir harren und er wird uns helfen.” (Christi Gleichnisse, S. 322)

In Himmelsordnung reihen sich die Gäste
An Silbertafeln, viele Meilen lang -
Trotzdem erkennen alle sich aufs beste;
Auch eifert völl’ge Liebe nicht um Rang. -
Zwar viel Geringe, die als “Letzte” galten,
Im Reich des Lichts als “Erste” sich entfalten.

Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 9: Ihr seid das Salz der Erde

Merkvers: “Aber Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christo und offenbart den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten.” (2. Kor. 2, 14)

    1. Welches allgemeine Werturteil wird über das natürliche Salz abgegeben? Mark. 9, 50 (erster Satz)

So wie der weise Schöpfer im Haushalt der Natur dem Meere das Salz beigefügt hat, damit das Wasser nicht in Fäulnis übergeht und zersetzt wird, ebenso benutzt auch der Mensch das Salz zur Erhaltung von Nahrungsmitteln.
“Das Salz wird seiner erhaltenden Eigenschaft wegen geschätzt.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 163)

    Welche weitere Eigenschaft des Salzes nutzt man in der Zubereitung der Speisen? Mark. 9, 50 (zweiter Satz)

    2. Wer ist im übertragenen, geistlichen Sinn das Salz dieser Welt? Matth. 5, 13

“Wenn Gott seine Kinder als Salz bezeichnet, so will er sie über seine Absicht belehren, sie in ihrem Gnadenstande zu Rettern ihrer Mitmenschen zu machen. Das Ziel, das Gott sich mit der Erwählung eines Volkes vor aller Welt gesteckt hatte, war nicht nur, sie als seine Söhne und Töchter anzunehmen, sondern durch sie allen Menschen die heilsame Gnade zu vermitteln. Der Herr erwählte Abraham nicht allein deshalb, damit dieser der besondere Freund Gottes sei. Er sollte auch der Mittler jener besonderen Gnade sein, mit der Gott die Völker beglücken wollte.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 163.164)

    Was stellt im christlichen Leben die “Würze des Salzes” dar? Kol. 4, 6

“Die Würze des Salzes stellt die Lebenskraft des Christen dar, die ihm aus der Liebe Jesu im Herzen, aus der das ganze Leben durchdringenden Gerechtigkeit Christi kommt. Die Liebe Christi drängt nach außen und packt an. Wohnt sie in uns, so wird sie auch auf andere überströmen. Wir müssen uns, bildlich gesprochen, so lange in deren Nähe stellen, bis ihre Herzen durch unsere selbstlose Teilnahme und Liebe erwärmt werden.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 164)

    3. In welchem hinweisenden Vergleich erkennen wir das Bild unserer Welt, die dem Verderben entgegeneilt? 2. Kön. 2, 19; 1. Joh. 5, 19

“Heute eilt die Welt, ohne auf die warnende Stimme Gottes auch nur im geringsten zu hören, dem ewigen Verderben entgegen… ‘O weh des Tages!, denn der Tag ist nahe und kommt wie ein Verderben vom Allmächtigen… Der Same ist unter der Erde verfault, die Kornhäuser stehen wüste, die Scheuern zerfallen; denn das Getreide ist verdorben. O wie seufzt das Vieh! Die Rinder sehen kläglich, denn sie haben keine Weide, und die Schafe verschmachten.’ ‘So steht der Weinstock jämmerlich und der Feigenbaum kläglich; dazu die Granatbäume, Palmbäume, Apfelbäume und alle Bäume auf dem Felde sind verdorrt; denn die Freude des Menschen ist zum Jammer geworden’ (Joel 1, 15-18.12)” (Aus der Schatzkammer der Zeugnisse III, S. 242)

    4. Was für Anordnungen gab der Prophet in der Absicht, die giftigen Wasserquellen von Jericho zu heilen? 2. Kön. 2, 20
    a) Welche Bedeutung hat die neue Schale in unserem christlichen Glaubensleben? Hes. 36, 26.27; 2. Kor. 5, 17; Eph. 4, 23.24
    b) Welches Wunder geschah mit dem bösen Wasser von Jericho auf das Wort des Herrn? 2. Kön. 2, 21.22

“Aus der Geschichte von der ‘Gesundung’ des Wassers lassen sich viele Lehren ziehen. Die Schale, das Salz, die Quelle, alles das ist höchst bedeutungsvoll. Das Salz, das in die verunreinigte Quelle geschüttet wurde, reinigte ihr Wasser und brachte Leben und Segen, wo vorher Fluch und Tod gewesen waren. Wenn Gott seine Kinder mit Salz vergleicht, so will er sie lehren, dass er sie deshalb zu Empfängern seiner Gnade macht, damit sie Werkzeuge zur Errettung anderer werden können… Die Welt braucht Beweise wahren Christentums. Das Gift der Schlange wirkt am Herzen der Gesellschaft. Ganze Städte, von den größten bis zu den kleinsten, sind verstrickt in Sünde und Sittenverderbnis. Die Welt ist voller Krankheit, Leiden und Ungerechtigkeit. Nah und Fern gibt es Menschen, die sich in Not und Elend befinden, die vom Bewußtsein der Schuld niedergedrückt sind und in Ermangelung eines rettenden Einflusses verloren gehen.” (Patriarchen und Propheten, S. 163.164)

    5. Kann ein Christ in der Abgeschiedenheit eines Mönchslebens seine Sendung als Salz der Erde erfüllen? Mark. 16, 15.20; Joh. 17, 15.18

“Das Salz muss unter die Masse gerührt werden, die es vor Verderbnis schützen soll, es muss sie völlig durchdringen. So kann auch bei den Menschen das Evangelium nur dadurch seine rettende Kraft entfalten, dass es unter sie getragen wird. Da es persönliche Einfühlung verlangt, werden die Menschen nicht in Massen, sondern als Einzelpersonen gerettet. Persönlicher Einfluß übt auf sie Macht aus. Um ihn ausüben zu können, müssen wir aber auch die Menschen verstehen lernen, denen wir gerne helfen möchten.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 164)

    6. In welchem alttestamentlichen Dienst hatte das Salz schon eine sinnbildliche Bedeutung? Mark. 9, 49; 3. Mose 2, 13
    a) Worauf soll das Salz auch bezüglich des neuen Bundes hinweisen? 4. Mose 18, 19 (letzter Satz)

“Das Salz erhält frisch und macht die Speise schmackhaft. Es weist hin auf die Treue und Lauterkeit der Gesinnung, mit der Israel an Gottes Bund festhalten soll… (4. Mose 18, 19). Wörtlich: ein Salzbund, das heißt eine unauflösliche, bleibende Festsetzung.” (Anmerkung der Jubiläumsbibel zu 3. Mose 2, 13 und 4. Mose 18, 19)

    b) Was soll auch das Christenleben im Verhältnis zu Gott darstellen? Röm. 12, 1.2; 1. Petr. 2, 5
    c) Was darf auch bei jedem geistlichen Opfer im neuen Bund nicht fehlen? Mark. 9, 49.50 (letzter Satz)

    7. Wo muss das Salz zuerst die Reinigung beginnen? Jes. 52, 11

“Lass dich in diesem Leben durch das göttliche Feuer der Buße reinigen und durch das Salz scharfer Selbstzucht und Selbstverleugnung zu einem Opfer bereiten. Der Geist solcher scharfen Selbstzucht ist etwas ‘Treffliches’. Geht er verloren, so ist auch nicht mehr zu helfen. Scharfe Selbstzucht, die jeder an sich selber übt, wehrt dem Streiten (Mark. 9, 34) und erhält den Frieden untereinander (Mark. 9, 50).” (Anmerkung der Jubiläumsbibel zu Mark. 9, 50)

    Was muss mit jedem neugeborenen Gotteskind geschehen, bevor es für andere ein Salz sein kann? Hes. 16, 4 (letzter Satz)

Gleich wie in alter Zeit ein neugeborenes Kind mit Salz eingerieben wurde, ebenso muss das Salz der Selbstverleugnenden Buße den wiedergeborenen Menschen zuerst selbst von aller Sünde befreien, bevor er andere ermahnen darf. (Siehe Matth. 7, 5)

    8. Wozu ist aber der bußfertige Überwinder, der selbst im Recht wandelt, im Blick auf die Sünden des Volkes berechtigt? Micha 3, 8
    Wie muss sich die reinigende Kraft des Salzes auch im Adventvolk selbst beweisen? Jes. 58, 1; 2. Tim. 3, 16.17; 4, 2

“Das Vorurteil, das sich gegen uns erhob, weil wir das vorhandene Unrecht tadelten, das Gott mir gezeigt hat, ist ebenso ungerecht, wie alles Gerede von Härte und Strenge. Gott gebietet uns zu reden, und wir werden nicht schweigen. Wenn die Kinder Gottes häufig unrecht handeln und Gottes Diener gleichgültig daran vorübergehen, unterstützen und rechtfertigen sie im Grunde genommen den Sünder.
Sie machen sich in gleicher Weise schuldig und werden ebenso sicher Gottes Missfallen erfahren; denn sie werden für die Sünden der Schuldigen die Verantwortung übernehmen müssen. Im Gesicht wurde ich auf viele Beispiele verwiesen, bei denen sich Gottes Diener das Missfallen des Herrn zugezogen haben, indem sie es versäumten, sich mit ihren Fehlern und Schwächen zu beschäftigen. Diejenigen, die diese Fehler entschuldigten, nur weil diese sich scheuten, eine klare, schriftgemäße Aufgabe zu erfüllen. Diese Aufgabe widerstrebte ihren Gefühlen, deshalb wichen sie ihr aus.” (Schatzkammer der Zeugnisse I, S. 303.304)

    9. Woran zeigt es sich weiter, dass wir nicht nur “Namens-Adventisten”* sind, sondern auch die innewohnende Kraft des Salzes besitzen? Offb. 14, 9-12; Jes. 40, 9

* Anmerkung zu dem Begriff “Namens-Adventisten”:
Der Schreiber dieser Zeilen, Dr. Eberhard Vorndran, war früher Prediger der Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten. Er erkannte schon sehr bald, dass die Führung dieser Kirche in der Hand von “Namens-Adventisten” ist, die sich, wie er schon vor Jahrzehnten feststellte, in kleinen Schritten der vom päpstlichen Antichristen manipulierten √ñkumene annähern. Das war auch einer der Gründe für seinen Austritt aus dieser Kirche. Wie sich heute zeigt, hat er Recht behalten. Die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten ist inzwischen Mitglied der babylonischen √ñkumene (Offb. 17 + 18).
Ein richtiger “Adventist” ist jeder, der die Wiederkunft (Advent) unseres Herrn Jesus Christus sehnlich erwartet. Im Gegensatz zu den Mitgliedern Babylons. Mitglied Babylons sind alle, die der Anweisung Jesu Christi in Offenbarung 18, 4.5 nicht Folge leisten!
Der Papst, der Antichrist erwartet nicht die Wiederkunft Christi. Dann ist nämlich nach 2. Thess. 2, 1-12 sein teuflisches Werk beendet - vgl. Vers 8. Und das weiß er ganz genau, denn er versucht als Stellvertreter Satans in Menschengestalt alles in der Macht Satans stehende, z.B. durch die Verbreitung der gefälschten zehn Gebote, die Einsetzung falscher unbiblischer Fest- und Feiertage und sonstiger römisch-katholischer Irrlehren die Menschen von der Wahrheit fernzuhalten und an seine oder eine der √ñkumene-Kirchen Babylons zu binden.
Haben Sie schon einmal in der Bibel nachgeforscht und darüber nachgedacht, unter welchen Voraussetzungen die Wiederkunft Jesu Christi nicht stattfinden kann?
Das Ergebnis wird Sie zunächst überraschen. Aber dann wird Ihnen auch klar werden, warum der Papst nicht mehr das Ziel verfolgt, alle in die römisch-katholische Kirche zu zwingen. Ziel ist, dass die Menschen die Wahrheit nicht erfahren bzw. erkennen! Dann spielt es ihm keine Rolle mehr, zu welcher Kirche oder sonstigen Organisation ein Mensch gehört. Deshalb versteht er sich inzwischen sehr gut mit allen Religionen weltweit, die die biblische Wahrheit ablehnen.

“Der Herr möchte die Verkündigung der dritten Engelsbotschaft (Offb. 14, 9-12 in Verbindung mit Offb. 13, 1-18) mit zunehmender Wirkung vorangetragen sehen. So wie er in allen Zeiten seinem Volke Siege schenkte, so möchte er in dieser Zeit seine Absichten zu einer siegreichen Erfüllung für seine Gemeinde führen. Er gebietet seinen glaubenden Heiligen, gemeinsam von Kraft zu größerer Kraft und von Glauben zu völliger Gewissheit voranzugehen im Vertrauen auf die Wahrheit und Gerechtigkeit seiner Sache.” (Aus der Schatzkammer der Zeugnisse III, S. 379)

    10. Welcherart ist der geistliche Zustand derer, die unter dem Bilde des Salzes “dumm” geworden sind? Offb. 3, 15; 1. Kön. 18, 21

“Es versinnbildlicht trefflich die geistliche Verfassung der Pharisäer und die Wirkung ihrer Religion auf ihre Umwelt. Es stellt das Leben jedes Menschen dar, der von der Gnadenkraft Gottes verlassen, kalt geworden ist und Christus verloren hat. Welche Stellung ein solcher Mensch auch im Leben einnehmen mag, er hat vor Mitmenschen und Engeln seinen Wert eingebüßt und wirkt in seiner Erscheinung unangenehm.
Christus spricht zu ihm: ‘Ach, dass du kalt oder warm wärst! Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien…’” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 165)

    a) Was läßt der Herr oft über ein träges Christenvolk hereinbrechen, damit das noch gute Salz erhalten bleibt und das Evangelium mit der Welt in Berührung kommt? Apg. 8, 1-4; 11, 19.21
    b) Was geschieht mit dem Salz, das seine lebenserhaltende und würzende Kraft verloren hat? Matth. 5, 13; 21, 43; 24, 28

    11. Wie schrecklich erfüllte sich an dem alten Bundesvolk der Juden dieses Gotteswort? 5. Mose 28, 49-51; Luk. 21, 20-24

    12. Was geschieht nach dem Beispiel der Juden auch mit jenem Teil des Adventvolkes und mit jenen stummen Wächtern, die die Salzkraft verloren haben und somit “dumm” und lau geworden sind? Offb. 3, 16; Matth. 25, 30; 24, 48-51

“Und du Kapernaum (Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten), die du großes Licht gehabt hast (unter besonderem Vorzug), du sollst bis in die Hölle hinunter gestoßen werden. Denn so zu Sodom die Taten geschehen wären, die bei dir geschehen sind, sie stände noch Heutigentages. Doch ich sage euch: Es wird der Sodomer Lande erträglicher gehen am jüngsten Gerichte denn dir.” (E.G. White, Review and Herald, 1.8.1893)

O, dass du erkannt hättest, was in diesen Tagen zu deinem Frieden dienst… O, dass unser Volk, wie Ninive, mit aller Macht Buße tun möchte,… dass Gott seinen grimmigen Zorn von ihnen wenden möchte!” (Test. V, S. 77)

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Bibelstudium am Sabbat (=Samstag), dem siebenten Tag der Woche (2. Mose 20, 8-11; Jes. 66, 22-23; Markus 2, 27-28). Sabbatbeginn: Freitag bei Sonnenuntergang. Sabbatende: Samstag bei Sonnenuntergang.

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