Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 8: Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr

Merkvers: “Gedenket an mein Wort, das ich gesagt habe: der Knecht ist nicht größer, denn sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen.” (Joh. 15, 20)

    1. Mit welcher sinnbildlichen Gabe der Weisen wurde dem Sohne Gottes schon bei seiner Geburt der kommende Leidensweg angekündigt? Matth. 2, 11

    Wie schnell schon kam Verfolgung über das Jesuskind? Matth. 2, 13-16; Offb. 12, 3.4

“Die Myrrhe wurde zum Begräbnis und zum Einbalsamieren benutzt (Joh. 19, 39) und sollte hier schon auf das Leiden und Sterben Jesu hinweisen.”

    2. Gegen welch verbissenen satanischen Widerstand musste unser HERR und Heiland die Erlösung des Menschen vollbringen? Mark. 3, 6; 11, 18; Luk. 4, 28-30

“Ihm, der gekommen war, die verlorene Welt zu erlösen, widerstand die ganze Heerschar derer, die Feinde Gottes und der Menschen sind.
Mit den gefallenen Engeln standen böse Menschen gegen den Fürsten des Friedens in unbarmherzigem Verschwörerbunde. Obgleich jedes seiner Worte, jede seiner Handlungen von göttlichem Mitleid zeugte, erregte er doch die bitterste Feindschaft der Welt dadurch, dass er mit ihr so wenig gemein hatte. Weil er in keine böse Neigung der menschlichen Natur einwilligte, erregte er heftigen Widerstand und große Feindschaft.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 157)

    3. Welche Beschwernis des Kreuzes hat der Herr Jesus auch seinen Jüngern angekündigt? Luk. 10, 3; Joh. 15, 18; Matth. 10, 17-22

“Sobald die Menschen danach trachten, mit Gott in Einklang zu kommen, werden sie finden, dass das √Ñrgernis des Kreuzes nicht aufgehört hat.
Fürsten, Machthaber und böse Geister aus der Höhe nehmen Kampfstellung gegen alle ein, die himmlischen Gesetzen Gehorsam zollen. Deshalb sollten Verfolgungen den Jüngern Christi Freude machen, anstatt ihnen Kummer zu verursachen; denn sie sind ein Beweis dafür, dass die Betroffenen den Spuren ihres Herrn folgen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 157.158)

    4. Was müssen alle, die gottselig leben wollen, ertragen können? 2. Tim. 3, 12
    Worin liegt die geheime Ursache der Unduldsamkeit und Verfolgung?

“Sie verachteten den liebenswerten Menschen, in dem nur Wohlwollen, Reinheit und Frömmigkeit lebten, und der keinen Hass kannte außer den gegen die Sünde. So war es zu allen Zeiten. Das Licht von oben spricht jeden schuldig, der nicht darin wandeln will. Das Vorbild derer, die die Sünde verabscheuen, empfinden Heuchler als Vorwurf. Darum werden sie zu Satans Helfershelfern, indem sie die Gläubigen fortwährend beunruhigen und verfolgen. ‘Alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden.’” (Patriarchen und Propheten, S. 592)

“Zwischen Gerechtigkeit und Sünde, Liebe und Hass, Wahrheit und Trug, tobt ein leidenschaftlicher Kampf. Wer in der Liebe Christi und in der Anmut der Heiligkeit einhergeht, der macht dem Satan seine Untertanen abwendig, und das erregt den Widerstand des Fürsten der Bosheit. Schmähungen und Verfolgungen treffen alle, die vom Geist Christi erfüllt sind. Die Art der Verfolgungen mag sich mit der Zeit ändern; aber der Geist, aus dem sie kommen, ist im Grunde derselbe, nach dem seit Abels Zeiten die Auserwählten Gottes getötet wurden.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 157)

    5. In welchem tragischen Drama gleich zu Beginn der Menschheitsgeschichte sehen wir schon die verfolgende und unduldsame Macht der Bosheit? 1. Mose 4, 3-9
    a) Welches ist eines der Merkmale des Abfalls von Gott und einer vom Teufel gestifteten Religion? Joh. 16, 2.3; Offb. 17, 6
    b) An welchen bezeichnenden Beispielen sehen wir, dass die Abgefallenen und Untreuen zu Verfolgern der treuen Gotteskinder werden? 1. Sam. 18, 10-12; 23, 14; Jer. 38, 4-6; Apg. 7, 56-58

“Kain und Abel stellen die beiden Klassen dar, die bis zum Ende der Welt bestehen werden… Kain hasste Abel nicht, weil dieser ihm etwas zuleide getan hätte, sondern, ‘weil seine Werke böse waren, und die seines Bruders gerecht’ (1. Joh. 3, 12). So haben die Gottlosen zu allen Zeiten diejenigen gehasst, die besser waren als sie. Abels Gehorsam und sein standhafter Glaube waren für Kain ein ständiger Vorwurf. ‘Wer Arges tut, der hasset das Licht und kommt nicht zu dem Licht, auf dass seine Werke nicht an den Tag kommen.’ (Joh. 3, 20)
Je heller das Licht ist, das Gottes treue Diener widerstrahlen, desto klarer treten die Sünden der Gottlosen zutage, und umso entschlossener werden sie die zu vernichten suchen, die die Ruhe ihres Gewissens stören.” (Patriarchen und Propheten, S. 53-55

    6. Welches Ziel sucht Satan mit der Anstiftung von Verfolgung, Trübsal und Leiden an den Menschen zu erreichen? Dan. 3, 15; Hiob 2, 9

    7. In welcher Absicht läßt der HERR die Leiden der Verfolgung an seinen Kindern zu? Dan. 11, 35; 1. Petr. 1, 6.7

“Durch Leiden und Verfolgungen wird die Herrlichkeit, das Wesen Gottes in seinen Auserwählten offenbart. Unter dem Hass der Welt wird das Volk Gottes in der Schule Christi erzogen. Es geht auf Erden einen schmalen Weg, wird im Feuerofen der Trübsal geläutert, folgt dem HERRN durch schwere Kämpfe, übt Selbstverleugnung und macht bittere Erfahrungen; aber es erkennt durch dieses alles die Strafunwürdigkeit und das Elend der Sünde und lernt sie verabscheuen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 159)

“Das geheimnisvolle Wirken der Vorsehung die zuläßt, dass der Gerechte von der Hand des Gottlosen Verfolgung erleidet, hat viele, die schwach im Glauben sind, schon in größte Verlegenheit gebracht. Manche sind sogar bereit, ihr Vertrauen zu Gott wegzuwerfen, weil er es zuläßt, dass es den niederträchtigsten Menschen wohlergeht, während die besten und aufrichtigsten von ihrer grausamen Macht bedrängt und gequält werden. Wie, so fragt man, kann ein Gerechter und Barmherziger, dessen Macht unendlich ist, solche Ungerechtigkeit und Unterdrückung dulden? - Mit einer solchen Frage haben wir nichts zu tun. Gott hat uns ausreichende Beweise seiner Liebe gegeben, und wir sollen nicht an seiner Güte zweifeln, weil wir das Wirken seiner Vorsehung nicht zu ergründen vermögen… Wer berufen ist, Qualen und Märtyrertod zu erdulden, folgt nur den Fußtapfen des teuren Gottessohnes.” (Der große Kampf, S. 47)

    8. Welche weiteren Mittel benutzt Satan, um die Boten und Diener Gottes zu bekämpfen? Matth. 5, 11.12; Jes. 51, 7; Jer. 18, 18
    a) Welcher Gottesmann in der Adventbewegung hatte, weil er die Botschaft Gottes deutlich verkündete, viel Verfolgung und Schmach zu erdulden?

“Prediger und Volk vereinigten sich, um dieser Botschaft vom Himmel zu widerstehen und Wilhelm Miller und diejenigen, die sich mit ihm vereinigt hatten, zu verfolgen. Es wurden Lügen verbreitet, um seinen Einfluß zu schädigen. Mehrmals, wenn er den Rat Gottes klar vorgeführt und den Herzen seiner Zuhörer scharfe Wahrheiten nahegebracht hatte, entstand ein großer Zorn gegen ihn, und wenn er den Versammlungsplatz verließ, lauerten ihm einige auf, um ihm das Leben zu nehmen. Aber Gott sandte seine Engel, ihn zu beschützen, und sie führten ihn sicher durch die wütende Menge. Sein Werk war noch nicht vollendet.” (Erfahrungen und Gesichte, S. 226.227)

    b) Was greifen die Helfer Satans an, wenn sie sehen, dass sie gegen die unwiderlegbaren Tatsachen und Wahrheiten der Verkündigung nicht ankommen können?

“Heute wie damals erregt die Verkündigung einer Wahrheit Widerstand, die die Sünden und Irrtümer der Zeit rügt… Wenn Menschen sehen, dass sie ihre Auffassung nicht durch die Heilige Schrift begründen können, entschließen sich viele, ihren Standpunkt um jeden Preis zu verteidigen, und greifen mit boshaftem Geist den Charakter und die Beweggründe derer an, die die unbeliebten Wahrheiten verteidigen. Diese Handlungsweise ist in allen Zeiten verfolgt worden… bis auf den heutigen Tag sind die, welche der Wahrheit treu bleiben wollten, als Empörer, Ketzer und Abtrünnige gebrandmarkt worden. Die vielen, welche zu ungläubig sind, das feste prophetische Wort anzunehmen, werden mit einer Leichtgläubigkeit, die keinen Zweifel zuläßt, den Anklagen gegen diejenigen Glauben schenken, die es wagen, volkstümliche Sünden zu rügen. Dieser Geist wird beständig zunehmen.” (Der große Kampf zwischen Licht und Finsternis, S. 458)

    9. Durch welche Erfahrungen des feindlichen Widerstandes mussten die Apostel und ersten Zeugen Jesu in ihrer Botschaftsverkündigung gehen? 2. Kor. 6, 4.5.8-10; 11, 23-25

“Zu allen Zeiten sind Gottes Boten geschmäht und verfolgt worden, aber gerade durch ihre Trübsal wurde die Erkenntnis Gottes ausgebreitet. Jeder Jünger Christi muss in ihre Reihen treten und dasselbe Werk fördern in dem Bewußtsein, dass der Feind nichts gegen, sonder nur etwas für die Wahrheit tun kann. Gott will, dass die Wahrheit in den Vordergrund gestellt und genau geprüft und erörtert werde. Er scheut sich nicht, diesem Zweck selbst die Verachtung dienstbar zu machen, die man ihr zuteil werden läßt. Die Gemüter der Menschen müssen beunruhigt werden; jeder Kampf, jede Schmähung, jeder Versuch zur Beschränkung der Gewissensfreiheit ist ein Mittel in der Hand Gottes, Seelen, die sonst schlafen würden, aufzurütteln.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 161)

Nie war ein Mensch unter Menschen grausamer verleumdet worden, als der Sohn Gottes. Auf jedem Schritte begegnete man ihm mit bitteren Vorwürfen; er wurde gehasst ohne Ursache. Die Pharisäer hielten sogar Mietlinge, welche von Stadt zu Stadt die Lügen verbreiteten, die sie selbst ersonnen hatten, um den Einfluß Jesu zu zerstören.” (Das Leben Jesu Christi, Alte Ausgabe, S. 210)

    10. In welchem Abschnitt der sieben Gemeinden sind die Christen durch die Trübsalshitze geläutert und von dem Herrn Jesu nicht getadelt worden? Offb. 2, 8-11
    a) Worin zeigte sich der hohe Stand des reinen urchristlichen Glaubens? Apg. 5, 40-42; Hebr. 11, 32-34
    b) Warum fehlt den Christen von Laodizea das Glaubensgold, das im Feuer durchläutert ist? Offb. 3, 18 (1. Satz); Phil. 3, 18

Diejenigen, welche Schritt für Schritt den weltlichen Forderungen nachgegeben haben, und sich den weltlichen Sitten angepasst, werden es nicht schwer finden, eher den Regierungen nachzugeben, als sich Spott, Beschimpfung, angedrohter Einkerkerung und dem Tode auszusetzen.” (Test. V, S. 80.81)

    11. Welche ernste Frage sollten sich alle bekenntlichen protestantischen Kirchen, wie auch die große Adventkirche, vorlegen? 2. Chron. 18, 1.3 (letzter Satz); 19, 2

“Wie kommt es dann, dass die Verfolgung gewissermaßen zu schlummern scheint? Der einzige Grund ist, dass die Kirchen sich der Welt angepasst haben und deshalb keinen Widerstand erwecken. Die heutzutage im Volk verbreitete Religion hat nicht den heiligen und reinen Charakter, der den christlichen Glauben in den Tagen Christi und seiner Apostel kennzeichnete. Weil man mit der Sünde gemeinsame Sache macht, weil man die großen Wahrheiten des Wortes Gottes so gleichgültig betrachtet und weil wenig echte Gottseligkeit in der Gemeinde herrscht, deshalb ist anscheinend das Christentum in der Welt so beliebt. Sobald eine Wiederbelebung des Glaubens und der Stärke der ersten Christengemeinde geschähe, erwachte auch wieder der Geist der Verfolgung und schürte aufs neue die Feuer der Trübsal.” (Der große Kampf zwischen Licht und Finsternis, S. 48)

    12. Welche Freudigkeit dürfen wir inmitten der Verfolgung besitzen und wie zuversichtlich dürfen wir selbst in dunkelsten Lebenslagen sein? Matth. 5, 12 (1. Satz); 2. Kor. 12, 9.10; Apg. 16, 22-26

Für welche große Glaubensprüfung der letzten weltweiten Verfolgung der treuen Sabbathalter müssen wir uns jetzt vorbereiten? Offb. 3, 10; 13, 15-17; 12, 17

Spreu wird wie eine Wolke vom Winde weggetragen werden, sogar von Plätzen, wo wir nur Tennen reichen Weizens sahen. Alle, welche den Schmuck des Heiligtums beanspruchen, die aber nicht mit der Gerechtigkeit Christi bekleidet sind, werden in der Schande ihrer Blöße erscheinen… Je tiefer die Nacht für das Volk sein wird, desto glänzender die Sterne. Satan wird die Gläubigen heftig quälen, aber im Namen Jesu werden sie mehr als Sieger sein. Dann wird die Gemeinde erscheinen: Schön wie der Mond, hell wie die Sonne und schrecklich wie die Heerscharen… Seelen werden die Wahrheit empfangen, die Trübsale erdulden können und den Herrn preisen, dass sie für Jesum leiden dürfen. ‘In der Welt werdet ihr Trübsal haben, aber seid fröhlich, ich habe die Welt überwunden’.” (Test. V, S. 81.82)

Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 7: Selig sind die Friedfertigen

Merkvers: “Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen.” (Kol. 3, 15)

    1. Was kam über die gefallene Menschheit infolge der Sünde und Herrschaft Satans in der Welt? 1. Mose 4, 8.23

“Die Gottlosigkeit war geradezu herausfordernd. Die Gerechtigkeit wurde in den Staub getreten und die Schreie der Unterdrückten drangen zum Himmel… Aber nach dem Fall gingen die Menschen ihre eigenen sündhaften Wege, denen rasch Verbrechen und Elend folgten. Man achtete weder die Ehe noch das Eigentumsrecht des andern. Wen immer nach der Frau oder den Besitztümern seines Nachbarn gelüstete, der nahm sie mit Gewalt und triumphierte noch über seine brutalen Taten. Sie fanden Vergnügen am Erlegen von Tieren, und der viele Fleischgenuss machte sie grausam und blutdürstig, bis sie auch das Menschenleben erstaunlich gleichgültig behandelten.” (Patriarchen und Propheten, S. 69, 70)

    2. Welchen Weg kennen die Gottlosen und Scheinchristen nicht? Jes. 59, 8; 48, 22

    3. Wie ist es heute mit dem Frieden zwischen Mensch und Mensch und Volk und Volk bestellt? Offb. 6, 4; 11, 18; Matth. 24, 6.7

    4. Welches ist die offenbare Ursache des Überhand nehmenden Unfriedens und Fluches in unserer Welt? Jes. 24, 5.6; 59, 2-7; Jak. 4, 1-3

    5. Wie gefährlich und trügerisch ist das Friedensangebot der gottlosen Welt? Jes. 8, 10; 1. Thess. 5, 3

“Unter den Völkern werden bald schreckliche Unruhen ausbrechen, die nicht aufhören werden, bis Jesus kommt… Die Gerichte Gottes sind in Sicht. Die Kriege und das Geschrei von Kriegen, die Zerstörungen durch Feuer und Wasser sagen deutlich, dass die Zeit der Trübsal, welche sich bis zum Ende steigern wird, nahe bevorsteht. Wir haben keine Zeit zu verlieren. Der Kriegsgeist hat die Nationen erfasst.” (Review and Herald, 1904)

    6. Wie nennt die Heilige Schrift den wahren Gott, und unter welchem Namen sandte er seinen Sohn um den Menschenherzen den Frieden wiederzubringen? 1. Thess. 5, 23; Jes. 9, 5; Hebr. 7, 1-3

    7. Wie wurde durch die Propheten das himmlische Friedensprogramm des Gnadenreiches Christi angekündigt? Sach. 9, 9-11; Jes. 9, 4-6; Luk. 1, 79; 1. Chron. 22, 8-10

“Der Name Salomo bedeutet: Mann des Friedens, Friedreich. Nathan nannte ihn ‘Jedidja’: Liebling des HERRN. Salomo war ein Vorbild auf den Friedefürsten Christus, welcher in Gerechtigkeit und Frieden in den Kindern des Lichts den geistlichen Tempel baute, und von welchem ER selbst der Eckstein ist.” (Patriarchen und Propheten, S. 665)

    8. Wie kann unser Herz durch die Erlösung in Christo wieder teilhaftig werden des inneren Friedens mit Gott?
    a) durch die Versöhnung: Luk. 7, 47-50; Joh. 3, 36; Jes. 53, 5
    b) durch das Innewohnen Christi als Friedefürst in unserem Herzen: Röm. 5, 1; Eph. 3, 17; 2. Petr. 1, 19
    c) durch geisterfülltes Wirken im Leben und Wandel: Gal. 5, 22; Röm. 8, 6; 14, 17

    9. Auf welch unwandelbarer Grundlage ruht der wahre Herzensfriede einer echten biblischen Bekehrung? Jes. 48, 18; Jer. 31, 31-34; Offb. 14, 12

“Alle diese Segensworte, die von Leben und Wahrheit durchdrungen und erleuchtet sind, dienen dem Menschen zur vollkommenen Lebensführung. Weil Satan so schnell Forderungen des Herrn ablenkt, bedarf es umso größeren Fleißes, sie Herz und Sinn einzuprägen.” (Patriarchen und Propheten, S. 483)

    10. In welch schrecklicher Täuschung werden die Sonntagschristen durch die Predigt eines falschen Friedens in der Übertretung des Gesetzes gefangen gehalten? Jer. 6, 14; 8, 11; Hes. 13, 10.16

“Durch diese ernsten Warnungen (der dritten Engelsbotschaft) wird das Volk aufgerüttelt. Tausende und Abertausende, die noch nie solche Worte gehört haben, lauschen diesen Warnungen. Mit Verwunderung hören sie das Zeugnis, dass Babylon infolge seiner Irrtümer und Sünden gefallene Kirche ist, weil sie die ihr vom Himmel gesandte Wahrheit verworfen hat. Wendet sich das Volk dann mit der brennenden Frage, ob es wirklich so sei, an seine früheren Lehrer, so erzählen die Prediger Fabeln, prophezeien beruhigende Dinge, um die Besorgnis zu beschwichtigen und das erwachte Gewissen zu besänftigen.” (Der große Kampf zwischen Licht und Finsternis, S. 607)

    11. Wo wird sogar der falsche Friedensruf vernommen? Hes. 5, 5-7; Offb. 3, 17

“Die alten Männer, denen Gott großes Licht gegeben hatte und welche als Wächter der geistigen Interessen des Volkes gestanden, haben das ihnen Anvertraute verraten. Sie haben die Stellung eingenommen, dass wir nicht nötig hätten, auf Wunder und bemerkenswerte Kundgebungen der Macht Gottes zu sehen wie in früheren Tagen. Die Zeiten haben sich geändert. Diese Worte stärken ihren Unglauben, und sie sagen:
‘Der HERR wird weder Gutes noch Böses tun. Er ist zu barmherzig, sein Volk im Gericht zu besichtigen.’ Dieser Friede und diese Sicherheit ist der Ruf von Männern, welche nicht ihre Stimme gleich einer Posaune erheben wollen, dem Volke ihre Übertretungen und dem Hause Jakob ihre Sünden zu zeigen. Diese stummen Hunde, die nicht bellen wollen, sind diejenigen, welche die Strafe eines beleidigten Gottes fühlen werden.” (Test. V, S. 211)

“… und rufen: ‘Friede, Friede!’ Dies sind die wahren Gefühle von vielen unter unserem Volk, und Satan frohlockt über seinen Erfolg, dass er so viele, welche bekennen, Christen zu sein, beherrscht. Er hat sie getäuscht, ihre Gefühle betäubt und sein höllisches Banner gerade in ihrer Mitte aufgepflanzt. Sie sind so vollständig getäuscht, dass sie nicht erkennen, dass er es ist.” (Test. II, S. 440)

    12. Was können die treuen Jesusnachfolger inmitten einer Welt, die im Argen liegt, und mit Hader und Feindschaft erfüllt ist, stets im Herzen haben? Joh. 14, 27; 16, 33; Phil. 4, 7
    a) Mit welch himmlischem Gruß grüßte Jesus die Seinen? Joh. 20, 19
    b) Was haben die Apostel in ihren Briefen in den herzlichen Gruß der Anrede immer mit eingeschlossen? Gal. 1, 3; Eph. 1, 2; 1. Petr. 1, 2

    13. Welchen himmlischen Sinn tragen die Kinder des Friedens in der Familie, in der Gemeinde und unter den Mitmenschen, um Friedensstifter (Matth. 5, 9 Grundtext) zu sein und den Frieden bewahren zu können? Jak. 3, 17.18

    14. In welch friedliebender Herzenseinstellung jagen sie dem Frieden nach (Hebr. 12, 14 und zwar
  • in Bezug auf Sündenschuld? Matth. 6, 12
  • in der Vergebebereitschaft? Eph. 6, 12
  • in Pflege der Einigkeit? Eph. 4, 2.3
  • in ihrem Streben und Denken? Röm. 14, 19
  • in Wertschätzung des andern? Jak. 5, 9; 4, 11
  • gegenüber den Fehlern und der Schwachheit anderer? Matth. 7, 1.2; Röm. 14, 13

“Wenn unser Leben mit heiligem Wohlgeruch erfüllt ist und wir Gott ehren, indem wir wohlwollend über andere denken und durch gute Taten anderen Segen bringen, dann ist es gleichgültig, ob wir in einer Hütte oder in einem Palast wohnen. √Ñußere Umstände haben nur wenig Einfluß auf die Erfahrung der Seele. Der Geist, den wir pflegen, gibt all unserem Tun die Färbung. Einen Menschen, der mit Gott und Mitmenschen Frieden hat, kann man nicht unglücklich machen. Neid wird in seinem Herzen nicht aufkommen, übler Argwohn findet dort keinen Raum. Hass kann es da nicht geben. Ein Herz, das im Einklang mit Gott steht, ist über die √Ñrgernisse und Prüfungen dieses Lebens erhaben.” (Aus der Schatzkammer der Zeugnisse, S. 169.170)

    15. Können die Kinder des Friedens in irgendeiner Dienstleistung am Kriege, am Morden und Blutvergießen in direkter oder direkterweise teilnehmen? Matth. 5, 43-45; Jes. 2, 2-5; 2. Kor. 6, 14

“Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann zeigt er mir eine innere Einstellung, die ich schon verachte; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation müsste man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen können. Heldenmut auf Kommando, sinnlose Gewalt und die leidige ‘Vaterländerei’, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich erscheint mir der Krieg; ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an einem so elenden Tun beteiligen!” (Prof. Albert Einstein in seinem Buch: ‘Wie ich die Welt sehe’)

    Welche evangeliumsfeindliche Haltung nimmt die Leitung der abgefallenen Muttergemeinde in ihrer Verführung zum Kriegsdienst ein?

“…Militär- und Kriegsdienst als einer rein staatsbürgerlichen Aufforderung, wozu die von Gott eingesetzte Obrigkeit laut 1. Petr. 2, 13.14 und Römer 13, 4.5 berechtigt ist.
Dieser Stellung trug auch der Generalkonferenz-Ausschuß (Anmerkung: der Siebenten-Tags-Adventisten) Rechnung, in dem er bei seiner im November 1915 stattgehabten Sitzung auf Anfrage der hiesigen leitenden Brüder seinen Standpunkt dahingehend äußerte, dass er den verschiedenen Ländern der Erde volle Freiheit lasse, sich den betreffenden gesetzlichen Angelegenheiten, wie bisher, auch weiterhin anzupassen!” (Zionswächter No. 5, 1916)

Vietnam:
Die Zahl der adventistischen Dienstleistenden wächst täglich. Die Regierung hat der Gemeinde eröffnet, weitere Absendungen von Kaplanen vorzunehmen, und die wachsende Zahl adventistischer Dienstleistender zu betreuen. Wir danken Gott für den Dienst unserer Kaplane in Uniform…” (Review and Herald, 23.12.1965)

    16. Welches Ziel will der HERR mit seiner Evangeliumsbotschaft unter den Menschen erreichen? Jes. 57, 19; 52, 7-9; Luk. 2, 14

    17. Nur mit welcher Gesinnung können wir als Kinder Gottes anerkannt werden? Matth. 5, 9

    18. Wo werden die Kinder des Friedens dereinst einmal im Reiche Gottes ausruhen dürfen? Jes. 32, 16-18

“Dort steigen die weit ausgedehnten Ebenen zu Hügeln der Schönheit an, und die Berge Gottes erheben ihre majestätischen Gipfel. Auf diesen friedlichen Ebenen, an diesen lebendigen Strömen wird Gottes Volk, bisher Pilger und Wanderer, eine neue Heimat finden. ‘Dass mein Volk in Häusern des Friedens wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe.’” (Der große Kampf, S. 674)

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Bergpredigt Nr. 6: Selig sind die reines Herzens sind

Merkvers: “Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist.” (Psalm 51, 12)

    1. Nach wessen Bild wurde der Charakter des Menschen bei seiner Erschaffung am Anfang geformt? 1. Mose 1, 26.27; Pred. 7, 29 (erster Teil)

“…dass Gott den Menschen redlich schuf, aber sie…” (Übersetzung van Ess)

“Der Mensch sollte nach seiner äußeren Erscheinung und seinem Charkter das Bild Gottes an sich tragen. Christus allein ist ‘das Ebenbild seines (Gottes) Wesens’ (Hebr. 1, 3), der Mensch aber wurde immerhin nach dem Bilde Gottes geschaffen. Sein Wesen war in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes. Er vermochte göttliche Gedanken zu erfassen. Seine Empfindungen waren rein. Seine Triebe und Neigungen wurden von der Vernunft beherrscht. Er war heilig und glücklich als das Abbild Gottes, das dessen Willen völligen Gehorsam leistete.” (Patriarchen und Propheten, S. 21)

    2. Wie verderbt wurde das menschliche Herz nach dem Sündenfall durch den steten Einfluß des Bösen? 1. Mose 6, 5; Matth. 15, 18-20; Spr. 22, 15 (erster Satz); Pred. 7, 29 (letzter Teil)

Im Hebräischen: “…aber sie ersinnen viele Ränke.”

“Gott hat den Menschen in der ursprünglichen Gerechtigkeit und Heiligkeit nach seinem Ebenbilde geschaffen, der Mensch aber war neugierig nach Beantwortung der Frage von gut und böse, fiel und verunstaltete sein Ebenbild. Seitdem haben sich die Menschen in den verschiedenen Wissenschaften und Künsten aus der Einfalt in die Vielheit der Erkenntnis des Guten und Bösen verirrt, und sich dadurch mehr unglücklich als glücklich gemacht.” (Allioli, Erklärungsbibel, Pred. 7, 29)

    3. Welche gegensätzlichen Regungen und Beweggründe sind im sündenkranken Herzen zu finden und wer allein vermag des Menschen Herz zu ergründen? Jer. 17. 9.10; 2. Chron. 6, 30; Apg. 1, 24; 1. Thess. 2, 4

“An den Greueln der Kanaaniter zeigte der HERR den Israeliten, wohin die Verbindung mit bösen Geistern führt: Sie waren Götzendiener, Ehebrecher, Mörder, verdorben und durch ihr lasterhaftes Verhalten verabscheuungswürdig. Die Menschen kennen sich oft selbst nicht, denn ‘es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding’. Aber Gott sieht das Wesen des gefallenen Menschen. Satan war immer darauf aus, die Aufsässigkeit zu schüren, damit sich Israel in Gottes Augen ebenso benahm wie die Kanaaniter. Die Widersacher sind stets wachsam, wenn es gilt, uns mit Schlechtem zu überfluten; denn er will, dass wir unglücklich und von Gott schuldig gesprochen werden.” (Patriarchen und Propheten, S. 665

    4. Mit welch heiligem Opfer hat der Himmel die Erlösung des sündengefangenen Menschenherzen erkauft?” 1. Petr. 1, 18-19; Jes. 53, 3-6.10-12; Hebr. 5, 7

“Es ist aus Liebe, das der Sohn Gottes einwilligt, sich mit diesen abscheulichen Verbrechen, welche auf ihn gelegt wurden, zu belasten. Um deinetwillen zerstört er das Reich des Todes, und öffnet die Tore des Paradieses und des ewigen Lebens.
Derjenige, welcher die aufgeregten Wogen durch sein Wort besänftigte, welcher über die schäumenden Wellen dahinschritt, welcher Dämonen zittern machte, und vor dessen Berührung Krankheiten wichen, der den Blinden die Augen öffnete und die Toten zum Leben zurückrief, - bietet sich selbst am Kreuze dar als ein vollgenügendes Opfer für die Menschheit. Er, der Träger der Sünde, nimmt auf sich die gerechte Strafe für die menschliche Gottlosigkeit und wird für den Menschen selbst zur Sünde.” (Leben Jesu, Alte Ausgabe, S. 501.502)

“Es ist aus Liebe, das der Sohn Gottes einwilligt, sich mit diesen abscheulichen Verbrechen, welche auf ihn gelegt wurden, zu belasten. Um deinetwillen zerstört er das Reich des Todes, und öffnet die Tore des Paradieses und des ewigen Lebens.
Derjenige, welcher die aufgeregten Wogen durch sein Wort besänftigte, welcher über die schäumenden Wellen dahinschritt, welcher Dämonen zittern machte, und vor dessen Berührung Krankheiten wichen, der den Blinden die Augen öffnete und die Toten zum Leben zurückrief, - bietet sich selbst am Kreuze dar als ein vollgenügendes Opfer für die Menschheit. Er, der Träger der Sünde, nimmt auf sich die gerechte Strafe für die menschliche Gottlosigkeit und wird für den Menschen selbst zur Sünde.” (Leben Jesu, Alte Ausgabe, S. 501.502)

Gott litt mit seinem Sohn. In der Seelenangst im Garten Gethsemane und beim Todeskampf am Kreuz auf Golgatha bezahlte die ewige Liebe den hohen Preis für unsere Erlösung.” (Der Weg zu Christo, S. 12)

    5. Was muss mit unserem stolzen, selbstsüchtigen Herzen geschehen, wenn wir zum ewigen Leben gelangen wollen? Psalm 34, 19; 147, 3; Jes. 61, 1
    a) Auf welchem heilsnotwendigen Wege muss der HERR oft dem verstockten Menschenherzen begegnen, damit es für das Wirken der göttlichen Gnade zugänglich wird? Psalm 77, 4; Jes. 26, 16
    b) Wie müssen wir dem Herrn entgegen kommen, damit wir teilhaben können am Reich der Gnade? Jer. 29, 12-14 (erster Satz); Psalm 69, 33

    6. Mit welch herzlichem Liebeswerben ruft die himmlische Liebe das Herz des Sünders heim ins Vaterhaus? Und wie liebevoll und freundlich erbittet unser lieber Heiland Eintritt in das Herz des Menschen? Jer. 31, 3; Jes. 49, 15.16; Offb. 3, 20

“Er lässt sich weder durch Hohn noch durch Drohungen abweisen, sondern sucht unerschütterliich nach den Verloren. ‘Wie sollte ich dich hingeben?’ (Hosea 11, 8, Elberfelder). Selbst wenn ein hartes Herz seine Liebe zurückweist, kommt er dennoch wieder zu ihm und bittet umso eindringlicher: ‘Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.’ Die gewinnende Macht dieser Liebe nötigt die Seele, ‘hereinzukommen’…” (Christi Gleichnisse, S. 178)

“So elend der verlorene Sohn auch ist: die Überzeugung, dass der Vater ihn liebt, gibt ihm Hoffnung. Die Vaterliebe zieht ihn heim. Ebenso ist es mit Gott: die Versicherung, dass er liebt, bewegt den Sünder zur Umkehr. ‘Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?’ (Röm. 2, 4)” (Christi Gleichnisse, S. 153)

    7. Wie völlig muss in einer wahren Buße und Umkehr das Herz dem Gott der Liebe geweiht werden? Luk. 16, 12; Mark. 12, 29.30; 2. Chron. 16, 9 (erster Satz)

“Christus fordert die rückhaltlose Hingabe und den uneingeschränkten Dienst des Herzens, des Gemütes, der Seele und aller Kräfte. Das Ich soll nicht gehegt und gepflegt werden; denn wer sich selbst lebt, ist kein Christ … Wir gehören Christus entweder ganz oder garnicht. Jede Halbherzigkeit im christlichen Leben macht Menschen willensschwach und wankelmütig.” (Christi Gleichnisse, S. 32.33)

“Gott nimmt keinen halbherzigen Dienst an. Wenn wir ihm nicht unser ganzes Herz ungeteilt geben wollen, wünscht er überhaupt nichts.” (Aus der Schatzkammer der Zeugnisse, Bd. I, S. 34)

“Heute spricht der Heilige Geist zu dir und ladet dich ein. Bringe Jesus dein ganzes Herz, dann wirst du auch seine Segnungen erfahren.” (Der Weg zu Christo, S. 53)

    8. Wer allein ist durch sein innewohnen in unseren Herzen imstande, unseren Willen der Sünde zu entfremden und ihn wieder mit dem Willen Gottes zu verbinden? Röm. 7, 24.25; 2. Kor. 12, 9

“Es muss zuerst eine Macht im Innern wirken, ein neues Leben von oben kommen, ehe der Mensch von der Sünde zur Heiligkeit bekehrt wird. Diese Macht ist Christus. Seine Gnade allein ist fähig, die toten Seelenkräfte wieder zu beleben und sie zu Gott, zur vollkommenen Heiligkeit hinzuleiten. Der Heiland selbst sagt: ‘Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.’ (Joh. 3, 3)” (Der Weg zu Christo, S. 17)

    9. Was müssen wir in dem Streben nach Herzensreinheit und Vollkommenheit tun, damit wir nicht dem Selbstbetrug und Schein eines gottseligen Wesens anheim fallen? 1. Joh. 1, 7-9; Offb. 7, 14
    a) Was muss unsere Bitte und Verlangen sein? Ps. 139, 23; 62, 1
    b) Mit welchem Vergleich zeigt das Wort den Läuterungsprozess des Herzens? Spr. 17, 3
    c) Wodurch werden unsere Herzen eine für Satan uneinnehmbare Festung? Offb. 12, 11; 1. Joh. 2, 14

“Es ist jetzt keine Zeit, unter Entmutigung und Prüfung niederzusinken, sondern wir müssen in all unseren Trübsalen aushalten und dem mächtigen Gott Jakobs vertrauen. Der HERR hat mir gezeigt, dass seine Gnade in all unseren Prüfungen mit uns ist, und obgleich sie größer sein werden als je, so werden wir doch, wenn wir unser Vertrauen in Gott setzen, jede Versuchung überwinden und durch seine Gnade den Sieg erlangen können.” (Erfahrungen und Gesichte, S. 36)

    10. Von welch schädlichen Unreinigkeiten müssen unsere Herzen, die wir aus der Welt und abgefallenen Gemeinden herausgerufen wurden, nunmehr gereinigt und geläutert werden? Jak. 3, 14-16; 4, 11; Offb. 3, 15; Sach. 7, 10; 8, 16.17

“In die Stadt Gottes wird nichts unreines hineinkommen; alle ihre Einwohner müssen reines Herzens sein. Wer von Christus lernt, bekundet wachsende Abneigung gegen liederliche Gewohnheiten, unangebrachte Redensarten und unreine Gedanken. Wenn Christus im Herzen wohnt, werden Denken und Lebensführung geläutert und verfeinert.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 152.153)

    11. Zu welcher Liebes- und Glaubenseinheit müssen die Übrigen durch Herzensreinigung und wahrer Buße verbunden werden, damit sie die Erquickung des Spätregens empfangen können? Psalm 133, 1-3; Apg. 4, 32

    12. Was soll aus dem reinen Herzen heraus leuchten und die Welt mit der Herrlichkeit Gottes erfüllen? Hes. 36, 25-27; Hebr. 8, 10.11; 2. Kor. 3, 3; Offb. 18, 1

    13. Mit welcher herrlichen Verheißung preist der HERR jetzt schon selig, die reines Herzens sind? Matth. 5, 8

    14. Wodurch können wir Gott schon in diesem Leben erkennen und schauen?
    a) in der Natur: Röm. 1, 19-20

“Die reines Herzens sind, erkennen den Schöpfer in den Werken seiner mächtigen Hand, in den Schönheiten der Natur, die das Weltall erfüllen. Noch deutlicher lesen sie die Offenbarungen seiner Barmherzigkeit, seiner Güte und Gnade in seinem geschriebenen Wort.
Die Wahrheiten, die den Weisen und Klugen verborgen bleiben, sind den Unmündigen offenbart. Die Schönheiten und Kostbarkeiten in diesem Worte, die von Weltweisen nicht erkannt werden, entfalten sich denen, immer mehr, die gläubig und kindlich den Willen Gottes zu erkennen und zu tun wünschen. Wir erkennen die Wahrheit, je mehr wir persönlich der göttlichen Natur teilhaftig werden.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 155)

    b) in seinem Verhalten zu uns: 2. Mose 34, 5.6

Mose war einst in der Felsenhöhle verborgen, als der HERR ihm seine Herrlichkeit offenbarte. Sind wir in Christus geborgen, so schauen wir Gott, die Liebe … Durch den Glauben schauen wir IHN schon jetzt.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 154)

    15. Was werden die Heiligen und Geliebten mit ihren reinen Herzen im Reiche Gottes an wahrer Glückseligkeit wahrhaftig erleben? Offb. 22, 1-5

Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 5: Selig sind die Barmherzigen

Merkvers: “Es wird aber ein unbarmherzig Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat.” (Jak. 2, 13)

    1. Wie verhält sich das nicht wiedergeborene, durch den sündhaften Einfluß der Selbstsucht verdorbene Herz zu seiner Umwelt? Sprüche 12, 10 (2. Satz); 1. Mose 42, 21

“Das menschliche Herz ist von Natur aus kalt, finster und lieblos. Wenn jemand den Geist der Barmherzigkeit und Vergebung offenbart, so tut er dies nicht von sich selbst, sondern unter dem Einfluß des Heiligen Geistes, der an seinem Herzen wirkt.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 150)

    2. Wo finden wir die wunderbare Quelle aller Barmherzigkeit? 2. Mose 34, 6; Psalm 103, 8; 5. Mose 4, 31

“Gott ist die Quelle aller Barmherzigkeit; sein Name ist: ‘Barmherzig und gnädig’. Er behandelt uns nicht wie wir es verdient haben, und fragt nicht danach, ob wir seiner Liebe wert sind, sondern gießt den Reichtum seiner Liebe über uns aus und macht uns ihrer würdig. Er ist nicht rachsüchtig und möchte nicht strafen, sondern erlösen. Selbst die Strenge, die er bisweilen in seinen Schickungen bekundet, dient zum Heile der Gefallenen. Er sehnt sich mit starkem Verlangen danach, die Leiden der Menschheit zu lindern und Balsam auf ihre Wunden zu legen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 150)

    3. Wie hat der heilige Gott seine große Barmherzigkeit gegenüber dem gefallenen Menschen bekundet, und zwar
    a) schon bei unseren verzagten Stammeltern nach dem Sündenfall? 1. Mose 3, 15.21
    b) in seiner väterlichen Fürsorge für alle Menschen? Matth. 5, 45; Psalm 104, 14.27.28
    c) zur Behebung unserer geistlichen Not und Verlorenheit? Joh. 6, 38-40; Offb. 22, 17

    4. Was hatte Jesus als der barmherzige Sohn Gottes beim Leid der Menschen empfunden? Mark. 6, 34; Luk. 15, 20

“Wo er sich auch hinwandte, ging ihm die Kunde von seiner Barmherzigkeit voraus. Wo er vorübergegangen war, erfreuten sich alle, die seines Mitleids teilhaftig geworden waren, der Gesundheit und erprobten ihre neugewonnenen Kräfte. Es versammelten sich große Mengen um sie, um von ihren Lippen die Werke zu vernehmen, welche der HERR vollbracht hatte. Seine Stimme war der erste Klang, den viele jemals vernommen, sein Name das erste Wort, welches sie gesprochen, sein Angesicht das erste, auf welches sie je geblickt hatten. Warum sollten sie Jesum nicht lieben und seinen Ruhm verkündigen? Wenn er durch die Städte und Flecken ging, so war er wie ein lebendiger Strom, der Leben und Freude verbreitete.” (In den Fußspuren des großen Arztes, S. 21.22)

    5. Wie vielen Menschen steht die Türe des göttlichen Erbarmens in Christo Jesu offen? Röm. 11, 32; Matth. 11, 28

    6. Wann und wo hat die göttliche Barmherzigkeit am Sünder ein Ende? Matth. 18, 23-25; Matth. 25, 41.45.46

    7. Auf welchem Weg erlangt unser Herz die Tugend der Barmherzigkeit? Hess. 11, 19; 2. Petr. 1, 4

“Die Barmherzigen sind ‘teilhaftig der göttlichen Natur’, und die mitleidige Liebe Gottes wirkt sich in ihnen aus. Ihre Herzenssaiten schwingen mit dem Klang der ewigen Liebe; daher werden sie zu erretten und nicht zu verdammen suchen. Der im Herzen wohnende Christus ist die Quelle, die nie versiegt. Wo er wohnen bleibt, wird Wohltat die Fülle sein.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 150)

“Der rechten Barmherzigkeit fähig ist nur der, der an sich selbst das menschliche Elend und besonders die Größe des Sündenverderbens erfahren, und eine Ader des mitleidigen Herzens des himmlischen Hohepriesters in sich hat; und der dabei selbst an sich den Reichtum der göttlichen Erbarmung geschmeckt hat.” (Büchner: Realkonkordanz, Abs. Barmherzigkeit)

    8. Durch welche Gesichtspunkte wird der Christ zur Barmherzigkeit angehalten? Sie entspricht
    a) der göttlichen Forderung: Hos. 12, 6-7; Sach. 7, 9; Kol. 3, 12; 1. Petr. 3, 8
    b) dem göttlichen Wohlgefallen: Hos. 6, 6; Matth. 9, 13
    c) dem göttlichen Vorbild Jesu: Ps. 103, 4; Hos. 11, 8; Jak. 5, 11

“So musste auch der Heiland selbst sein Werk verrichten, nicht, indem er Throne und Reiche umstürzte, nicht mit Prunk und äußerer Schaustellung, sondern indem er zu den Herzen der Menschen durch ein Leben der Barmherzigkeit und Selbstaufopferung redete…
Unser himmlischer Vater kann jede Seele nur in dem Maße gebrauchen, in welchem er seinen Geist in ihr Herz ausgießen kann. Er will nur das Werk aufnehmen, welches sein Bildnis wiederstrahlt. Seine Nachfolger sollen als ihr Beglaubigungsschreiben für die Welt die unauslöschlichen Charakterzüge seiner unsterblichen Grundsätze tragen.” (In den Fußspuren des großen Arztes, S. 38.39)

    9. Mit welcher lehrreichen Erfahrung suchte Gott in Jona die Barmherzigkeit zu den Menschen zu erwecken? Jona 3, 10; 4, 1-3.8-11

“Selbstgerechtigkeit verführt nicht nur dazu, falsche Gottesvorstellungen zu verbreiten, sondern macht auch hartherzig und überkritisch im Umgang mit dem Bruder… Sobald du erkennst, dass du ein Sünder bist und dass nur die Liebe deines himmlischen Vaters dich rettet, dann fühlst du auch Liebe und Mitleid gegenüber anderen, die noch in Sünde schmachten; dann trittst du dem Elend und der Buße nicht mehr mit Eifersucht und Tadel entgegen. Ist erst das Eis der Selbstsucht in deinem Herzen aufgetaut, dann kommst du in Harmonie mit Gott und teilst schließlich seine Freude über die Rettung Verlorener.” (Christi Gleichnisse, S. 158.159)

    10. Welche Gottesmenschen haben in ihrem Leben leuchtende Beispiele der Barmherzigkeit gegeben? 2. Sam. 9, 6-8.13; Hiob 29, 12-17; Apg. 9, 36

    11. Mit welch scharfen Worten strafte der HERR die Pharisäer aller Zeiten in ihrem falschen Buchstabeneifer? Matth. 23, 23; 12, 1.2.7; Jes. 58, 4

“Sie bewiesen ihren Eifer für die Religion, indem sie sich beständig darum stritten. Zwischen den gegnerischen Sekten fanden lärmende, lange Debatten statt und es war nichts Ungewöhnliches, auf den Straßen die Stimmen der Schriftgelehrten im zornigen Streit miteinander zu vernehmen. Das Leben Jesu stand in leuchtendem Gegensatz zu diesen Dingen.” (In den Fußspuren des großen Arztes, S. 34)

“Christus anerkennt die Entrichtung des Zehnten als eine Pflicht, welche sie nicht unerfüllt lassen sollen, aber er tadelt sie, weil sie die in kleinlichen Dingen so genau, jedoch in Pflichten von weit größerer Tragweite, mit Rücksicht auf das Schwerste im Gesetz, das Gericht (die Gerechtigkeit), die Barmherzigkeit und den Glauben, nachlässig waren.
Und ihre Genauigkeit in der Bezahlung des Zehnten von einigen wenigen Kräutern von geringem Werte war darauf berechnet, ihre Vernachlässigung dieser wichtigeren Sachen zu verbergen oder zu entschuldigen.
Alles, was Gott von uns verlangt, ist von Bedeutung. Von der größten Bedeutung ist aber das, was besonders auf innere Reinheit und Treue Bezug hat und in unparteiischem Urteil und zartem Mitgefühl gegen unsere Nebenmenschen und Glauben an Gott zu Tage tritt.” (Leben Jesu, alte Ausgabe, S. 410.411)

    12. In welchem Gleichnis veranschaulichte Jesus den Unterschied zwischen der leeren Buchstabenreligion und der tätigen Liebe einer Gott wohlgefälligen Herzensreligion? Luk. 10, 25-35

“Beide, der Priester wie auch der Levit, nannten sich fromm. Doch der Samariter zeigte, dass er wahrhaftig bekehrt war. Ihm fiel es durchaus nicht leichter als dem Priester und dem Leviten, den Dienst zu verrichten. Aber er bewies eben in Sinn und Tat, dass er im Einklang mit Gott lebte.
Die christliche Charaktervollkommenheit ist erreicht, wenn der Drang, andern zu helfen und zum Segen zu sein ständig in uns wach ist, wenn der Sonnenschein des Himmels unser Herz erfüllt und auch aus unserem Antlitz strahlt…
Bei dieser Tätigkeit hast du unsichtbare Helfer. Engel vom Himmel begleiten den Samariter, der für den verwundeten Fremden sorgte, und Engel vom Himmel stehen auch allen anderen bei, die Gott an ihrem Nächsten dienen. Christus selbst ist dein Mitarbeiter.” (Christi Gleichnisse, S. 292.295.298)

    13. Welche Verheißung gilt denen, die am Liebesdienst der Barmherzigkeit, an der Not des anderen nicht vorübergehen? Luk. 10, 35 (letzter Satz); 14, 13.14; Jes. 58, 8

    14. Wie sehr hasst Gott die Unbarmherzigkeit und wie wird er einst den Unbarmherzigen im Gericht begegnen? Psalm 109, 15.16; Röm. 1, 31.32; Jak. 2, 13

    15. Mit welcher Belohnung aber werden die Barmherzigen selig gepriesen? Matth. 5, 7; Spr. 21, 21; 14, 21; Psalm 41, 2-4

“Wer sein Leben in den Dienst Gottes an seinen Erdenkindern gestellt hat, ist mit dem verbunden, dem alle Mittel der Welt zu Gebote stehen. Sein Leben ist durch die goldene Kette der unwandelbaren Verheißung an das Leben aus Gott geschmiedet. Der HERR wird ihn in der Stunde der Trübsal und Not nicht vergessen.
‘Mein Gott aber fülle aus alle eure Notdurft nach seinem Reichtum in der Herrlichkeit in Christo Jesu.’ (Phil. 4, 19)
In höchster Not zur Endzeit wird der Barmherzige sich unter dem Mantel der Barmherzigkeit Jesu bergen und in Barmherzigkeit aufgenommen werden in die ewigen Wohnungen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 152)

“Hast Du’s gelernt, lieber Bruder, liebe Schwester? Blicke doch auf den HERRN, der dir täglich gibt und von dem du alles hast, was du hast; willst du von IHM nicht lernen, Liebe und Barmherzigkeit zu üben?…
Sag an: Was hast du bis heute fürs Reich Gottes getan?
Wieviel gebrauchst du doch für Tand und Flitter, Spielereien und Genüsse und wie wenig für den HERRN und die Werke der Barmherzigkeit!
Soll das nicht anders werden? Willst du’s nicht auch erfahren lernen, was es heißt: ‘Selig sind die Barmherzigen!’ Denn im Glücklichmachen liegt das Glücklichsein! Wer nicht andern zum Segen wird, der wird sich selbst zur Last!” (Robert Lieschke, Seligpreisungen)

Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 4: Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden

Merkvers: “Zur selben Zeit soll Juda geholfen werden und Jerusalem sicher wohnen, und man wird sie nennen, ‘Der HERR, unsere Gerechtigkeit’.” (Jer. 33, 16)

    1. Wie ist es bestellt um die Gerechtigkeit des natürlichen Menschen, auch wenn er sich noch so sehr anstrengt, unbescholten zu leben? Röm. 10, 3; Jes. 64, 5

“Erziehung und Bildung, Willensübung und menschliche Anstrengung haben ihren eigenen Wirkungskreis, sind aber in diesem Falle machtlos. Sie mögen eine äußere Verbesserung der Sitten herbeiführen, können aber das Herz nicht verändern. Sie sind nicht imstande, die geheimen Triebfedern des Lebens zu reinigen.” (Der Weg zu Christo, S. 16)

    2. In welcher Gerechtigkeit allein kann ein Mensch von Gott gerechtfertigt und versöhnt werden? Röm. 3, 21.22.28; 4, 2-5.13

“Glaube ist die Bedingung, unter welcher es Gott gefallen hat, dem Sünder Vergebung zu verheißen. Nicht als ob im Glauben irgendwelche Tugend wäre, wodurch Erlösung verdient würde, sondern weil der Glaube die Verdienste Christi, das für die Sünde vorgesehene Heilmittel, erfassen kann.
Glaube kann Christi vollkommenen Gehorsam für des Sünders Übertretung und Abfall darreichen. Wenn der Sünder glaubt, dass Christus sein persönlicher Heiland ist, dann verzeiht ihm Gott seine Sünden und rechtfertigt ihn unbeschränkt nach seiner unfehlbaren Verheißung.
Die reuige Seele erkennt die Tatsache, dass ihre Rechtfertigung erfolgt, weil Christo ihr Stellvertreter und Bürge ist, der für sie gestorben und ihre Versöhnung und Gerechtigkeit ist.” (Review and Herald, 4. Nov. 1890)

“Was ist Rechtfertigung durch den Glauben? Es ist das Werk Gottes, die Herrlichkeit des Menschen in den Staub zu legen und für den Menschen das zu tun, was nicht in seiner Macht liegt, für sich selbst zu machen. Wenn die Menschen dann ihre eigene Nichtigkeit erkennen, sind sie zubereitet, mit der Gerechtigkeit Christi bekleidet zu werden.” (Review and Herald, 16. Sept. 1902)

    3. Auf welchem Wege wird der im Blut und Verdienst Jesu gerechtfertigte Sünder in der Wiedergeburt aus Wasser und Geist weitergeführt und zwar
    a) in seinem Verhältnis zur Sünde und Gerechtigkeit? Römer 6, 11-13
    b) in Bezug auf sein inneres Glaubensleben? Hebr. 12, 14
    c) im Hinblick auf sein äußeres Verhalten? Eph. 2, 4.5.8-10
    d) in seiner Erfahrung mit Christus und seiner Liebe? Eph. 3, 17

“Die Gerechtigkeit, durch welche wir gerechtfertigt werden, wird zugerechnet. Die Gerechtigkeit, durch welche wir geheiligt werden, wird verliehen. Die erstere schafft uns den Anspruch für den Himmel, die zweite macht uns geeignet für den Himmel.” (Review and Herald, 4.6.1895)

“In der Religion Christi ist ein erneuernder Einfluß, der das ganze Wesen verwandelt und den Menschen über jedes niedrige, verkommene Laster erhebt und die Gedanken und Wünsche auf Gott und nach dem Himmel empor richtet. Mit dem Unendlichen verbunden, wird der Mensch Teilhaber der göttlichen Natur. Die Pfeile des Bösen haben keine Wirkung auf ihn, denn er ist mit der vollen Waffenrüstung der Gerechtigkeit Christi bekleidet.” (Counsels to Teachers, S. 51.52)

    4. Wie zeigt sich die innewohnende Gerechtigkeit Jesu Christi im Leben seines Jüngers?
    a) im Hinblick auf die heiligen 10 Gebote Gottes? Römer 8, 2-4; 13, 10; 1. Joh. 5, 3
    b) im Hinblick auf sein Leben in der Familie, der Gemeinde und unter Freunden und Feinden? Gal. 5, 22; Kol. 3, 12-15; Matth. 7, 12

“Wenn wir mit der Gerechtigkeit Christi bekleidet sind, werden wir kein Wohlgefallen an der Sünde finden, denn Christus wird durch uns wirken. Wir können Fehler machen, aber wir werden die Sünde hassen, die dem Sohne Gottes die Leiden verursachte.” (Test. IV., S. 610)

“Wenn wir Christus annehmen, werden freundliche Worte beweisen und als sichtbare Tatsache bezeugen,

  • dass wir auf dem Weg des Lebens sind.
  • dass Christus unser Weg ist,
  • dass wir auf dem Pfad schreiten, der zum Himmel führt.”
  • Review and Herald, 4. Nov. 1890)

“Wenn Christus im Herzen ist, wird es durch die Liebe zu Gott und den Menschen so zärtlich und milde sein, dass Aufregung, Fehlerfinden und Streit darin nicht zu finden sein werden. Die Religion Christi wird im Herzen ihrer Besitzer einen vollständigen Sieg über die Leidenschaften erringen, welche nach der Herrschaft streben.” (Test. IV., S. 610)

    5. Genügt die äußerliche, pharisäische Buchstabengerechtigkeit so genannter Reformbewegungen in alter und neuer Zeit, um selig zu werden? Matth. 23, 23-28; 5, 20

“Selten fühlen oder sehen sie ihre eigenen Fehler, denn sie haben genug zu tun gehabt, die Fehler anderer zu beobachten, ohne auch nur in ihre eigenen Seelen zu schauen oder ihre eigenen Herzen zu erforschen. Die Kleidung, der Hut, die Schürze einer Person fesselt ihre Aufmerksamkeit. Sie müssen zu diesem oder jenem reden und es reicht, während Wochen dabei zu verweilen. Ich sah, dass die ganze Religion, welche einige arme Seelen haben, darin besteht, die Kleider und Taten anderer zu überwachen und an ihnen Fehler zu finden. Wenn sie sich nicht reformieren, wird für sie kein Platz im Himmel sein, denn sie würden am HERRN selbst Fehler finden.” (Test. I., S. 145)

“Die Reformation wird keine gute Frucht der Gerechtigkeit hervorbringen, wenn sie nicht mit der Erweckung des Geistes verbunden ist.” (Review and Herald, 25. Febr. 1902)

    6. Wie nur ist das reine Gerechtigkeitskleid zu erlangen? Matth. 5, 6 (erster Satz); Psalm 42, 2-3; Joh. 7, 37

“Gerechtigkeit ist Heiligkeit, Gottähnlichkeit, und ‘Gott ist Liebe” (1. Joh. 4, 16).
Der Zustand der Gerechtigkeit entspricht dem Maßstab des Gesetzes Gottes, ‘denn alle deine Gebote sind Recht’ (Ps. 119, 172), und die Liebe ist ‘des Gesetzes Erfüllung’ (Röm. 13, 10). Gerechtigkeit ist Liebe. Und Liebe ist Licht und Leben aus Gott. Solche Gerechtigkeit ist in Christus verkörpert. Wir empfangen sie dadurch, dass wir ihn annehmen. Gerechtigkeit wird nicht durch besondere Anstrengungen oder mühevolle Arbeit, auch nicht durch Gaben oder Opfer erworben, sondern sie ist eine freie Gabe, die jeder hungernden und dürstenden Seele geschenkt wird. ‘Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser!’ (Jes. 55, 1)” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 146.147)

    7. Mit welcher Verheißung preist der Herr Jesu die nach seiner Gerechtigkeit hungernden und dürstenden Seelen selig? Matth. 5, 6 (2. Satz); Jes. 55, 1-2; Luk. 1, 53

“Wir brauchen unsern Durst nicht an jedem beliebigen Gewässer stillen, denn die herrliche Quelle, von deren Fülle wir reichlich trinken können, um auf dem Wege des Glaubens vorwärts zu kommen, ist dicht bei uns… Jesus sagt: ‘Das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.’ (Joh. 4, 14).
Wem der Heilige Geist die Wahrheit erschließt, der wird die köstlichsten Erfahrungen machen. Er wird sich danach sehnen, anderen den Trost zu bringen, mit dem er getröstet worden ist. Wer mit ihm in Verbindung kommt, dem teilt er manchen neuen Gedanken über das Wesen oder das Werk Christi mit. Er wird denen, die dem Heiland anhangen, und auch solchen, die ihm noch nicht folgen, manche neue Offenbarung seiner erbarmenden Liebe vermitteln können.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 148.149)

    8. Nur an welcher Quelle kann der Mensch zu seinem ewigen, inneren Frieden kommen und den Hunger und Durst seiner Seele in alle Ewigkeit stillen? Joh. 4, 6-15.28-30; 6, 35

“Wer einmal die Liebe Christi geschmeckt hat, sehnt sich nach immer größerem Genuß, und je mehr er mitteilt, desto mehr wird er empfangen. Jede Offenbarung Gottes vermehrt die Fähigkeit der Seele, zu erkennen und zu lieben.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 149)

    9. Wie trefflich ist das Heil in Christo in der Erfahrung Israels während der Wüstenwanderung vorausgeschattet? 2. Mose 17, 5.6; Psalm 78, 15.16.24.25; 1. Kor. 10, 3.4

    10. Woraus trinken die heutigen vorgeblichen Christen, die sich nicht durch die Botschaft Jesu Christi von Babylon lösen wollen? Offenbarung 14, 8; 17, 4; 18, 3

    11. Was werden diejenigen, die nach der Gerechtigkeit Christi gedürstet und gehungert haben, am Hochzeitsmahl des Lammes tragen? Offenbarung 19, 7-9; 6, 11; 16, 15

    a) Wie schrecklich wird die satte, gottlose Welt in der Plagenzeit nach dem Lebensbrot hungern und es doch nicht mehr finden? Amos 8, 10-14
    b) Welche schreckliche Erfahrung werden auch die lauen Namens-Adventisten machen, welche versäumten, ihre Charakterkleider im Blute des Lammes zu waschen und helle zu machen? Matth. 22, 11-13; 25, 6-12

“O, wie viele sah ich in der Zeit der Trübsal ohne irgend einen Schutz! Sie hatten die nötige Vorbereitung vernachlässigt. Deshalb konnten sie nicht die Erquickung empfangen, die alle haben müssen, um vor dem Angesicht eines heiligen Gottes zu leben.
Diejenigen, die sich nicht durch die Propheten wollen zurichten lassen, die es versäumen, ihre Seelen zu reinigen, in dem sie der ganzen Wahrheit gehorchen, und die ihren Zustand für besser halten als er wirklich ist, werden zur Zeit, wenn die Plagen kommen, aufwachen und erkennen, dass es nötig war, für den Bau behauen und zugerichtet zu werden. Aber dann wird keine Zeit mehr sein, dies zu tun, und kein Mittler mehr, der ihre Sache vor dem Vater vertritt.” (Erfahrungen & Gesichte, S. 62)


“Die törichten Jungfrauen sind nicht Symbol für die Heuchler, sondern für Menschen, die die Wahrheit durchaus schätzen, die sich sogar für sie einsetzen und sich zu denen hingezogen fühlen, die ihr glauben. Sie lassen nur den Heiligen Geist nicht an sich wirken. Sie sind nicht auf den Felsen Jesus Christus gefallen, und haben ihr altes Wesen nicht an ihm zerbrechen lassen.” (Christi Gleichnisse, S. 314)

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Bibelstudium am Sabbat (=Samstag), dem siebenten Tag der Woche (2. Mose 20, 8-11; Jes. 66, 22-23; Markus 2, 27-28). Sabbatbeginn: Freitag bei Sonnenuntergang. Sabbatende: Samstag bei Sonnenuntergang.

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