Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt, 10 Gebote-Gesetz

Bergpredigt Nr. 13: Der Geist des Gesetzes III

Die Verantwortlichkeit und Lauterkeit der Rede

Merkvers: “Wer aber in keinem Worte fehlt, der ist ein vollkommener Mann und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten.” (Jakobus 3, 2)

    1. Wie war es unter den Pharisäern und Schriftgelehrten mit der Wahrhaftigkeit der Rede bestellt? Johannes 8,44; Matthäus 26,59

“Die Juden verstanden das dritte Gebot dahingehend, dass es ihnen den Missbrauch des Namens Gottes untersagte. Dagegen hatten sie keine Bedenken, andere Eide anzuwenden. Der Schwur war ihnen etwas Alltägliches. Mose hatte ihnen den Falscheid verboten; aber sie hatten viele Hintertüren, durch die sie sich ihren eidlichen Verpflichtungen entzogen. Sie scheuten den ärgsten Missbrauch nicht, schreckten selbst vor dem Meineid nicht zurück, wenn er sich durch schlaue Umgehung des Gesetzes ummanteln ließ.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 196)

    2. Was lehrt der HERR in der Bergpredigt bezüglich dieser feinen Künste der betrüglichen Rede und des Schwures im allgemeinen? Matthäus 5, 33-35

Warum ist es uns unmöglich, unsere Worte durch einen Schwur mit einem Schöpfungsgegenstand zu verbürgen? Matthäus 5,36

“Alles kommt von Gott. Wir besitzen nichts, was wir nicht von IHM empfangen hätten, ja, alles, was wir haben ist uns durch das Blut Christi erworben worden. All unser Besitz trägt gewissermaßen den Stempel des Kreuzes, ist er uns doch mit dem überaus kostbaren Blut erkauft worden., das als Leben Gottes von uns nie genug gewürdigt werden kann. Deshalb können wir auch zur Bestätigung unseres Wortes nichts verpfänden, weil es ja nicht unser wirkliches Eigentum ist”. (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen S. 195)

    3. Ist mit diesen Worten des HERRN auch der Wahrheitsschwur vor Gericht verboten? Matthäus 26, 63.64

“Damit untersagte unser Heiland jedoch nicht die Anwendung des Eides vor Gericht, wobei Gott feierlich als Zeuge dafür angerufen wird, dass die gemachte Aussage lautere Wahrheit sei. Hat Jesu selbst doch bei seinem Verhör vor dem Hohen Rat die eidliche Aussage nicht verweigert…. Wenn irgendjemand einen Eid leisten kann, dann ist es ganz gewiss der Christ.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 196, 197)

    4. Wie soll die Rede seiner Nachfolger sein? Matthäus 5, 37

“Im folgenden stellte Jesus einen Grundsatz auf, durch den sich der Schwur erübrigen sollte… Damit ist ein Werturteil über alle bedeutungslosen Redensarten und Ausdrücke abgegeben, die sich an der Grenze des Missbrauchs bewegen. Dahin gehören alle unaufrichtigen Höflichkeitsformeln, alle Abweichungen vom wahren Sachverhalt, alle schmeichlerischen und übertriebenen Ausdrücke, die lügnerischen Warenanpreisungen, wie sie im gesellschaftlichen und geschäftlichen Leben üblich sind”.

      a) Wie ernstlich müssen wir unsere Worte bedenken und erwägen? Matthäus 12, 36.37

      b) Welche ernste Ermahnung ist uns gegeben durch den Apostel Petrus? 1.Petrus 3, 9.10

      c) Wo geht es ohne Sünde nicht ab? Sprüche 10,19

    “Wenn man diesem Wort Christi Beachtung schenkte, würde manche schlechte Meinung und unfreundliche Herabsetzung unausgesprochen bleiben. Wer könnte wohl, wenn er Handlungen und Beweggründe eines anderen beurteilt, behaupten, dass seine Darstellung der Wahrheit gerecht wird? Wie oft ist das Urteil durch Leidenschaft, Stolz und persönliche Empfindsamkeit getrübt! Ein Blick, ein Wort, selbst der Klang der Stimme können mit Falschheit geladen sein. Ja selbst Tatsachen können so geschildert werden, dass ein falscher Eindruck entsteht. Gedenke: “Was darüber ist” -nämlich über die Wahrheit -, “das ist vom Übel”… Es ist aber auch wirklich nicht so leicht, immer die unverfälschte Wahrheit zu reden. Wir können die Wahrheit nicht reden, wenn wir sie nicht kennen. Wie oft hindern uns vorgefasste Meinungen, einseitiger Standpunkt, mangelhafte Kenntnis und irriges Urteil am richtigen Verstehen der Angelegenheiten, mit denen wir zu tun haben. Wir können die Wahrheit nicht reden, wenn unser Geist nicht dauernd unter der Führung dessen steht, der die Wahrheit ist.” ( Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, 197, 198)

      5. Womit muss die Wahrhaftigkeit unserer Rede noch gepaart sein? Kolosser 4,6; Epheser 4, 29

    “Im Lichte dieser Bibelstellen betrachtet, enthält das Wort Jesu in der Bergpredigt eine Ablehnung von Witzen, Albernheiten und unsauberem Geschwätz. Es fordert von unserer Rede nicht nur Wahrheit, sondern auch Reinheit. Wer von Christus gelernt hat, wird nicht Gemeinschaft mit den unaufrichtigen Werken der Finsternis (Epheser 5,1) haben. Seine Worte und sein Leben werden einfach, offen und wahr sein, bereitet er sich doch auf die Gemeinschaft der Heiligen vor, in deren “Munde kein Falsch gefunden ist.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 198)

    Der Liebe Kampf und Sieg

      6. Wie musste im alten Testament im Volke Israel vor Gericht verfahren werden? Matthäus 5, 38

    Die Ausführung dieser Regel hatte Mose der Obrigkeit übertragen. “Sonst war niemand berechtigt, die Rache selbst in die Hand zu nehmen, denn der HERR hatte geboten: ‘Sprich nicht: Ich will Böses vergelten!’ Sprich nicht: Wie man mir tut, so will ich auch tun. Freue dich des Falles deines Feindes nicht.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen Seite 200)

      7. Wonach dürstet der Mensch von Natur aus, wenn ihm Unrecht zugefügt wird? Richter 15,7

    Was aber lehrt uns Gottes Lamm gegenüber zugefügtem Unrecht und Leid? Jesaja 53,7 ; 1.Petrus 2, 19. 21-23; Hebräer 12,3

      8. Wie sollen die Nachfolger des Lammes dem Übel und Unrecht entgegentreten? Matthäus 5, 39-42

    Jesus schaute mit Betrübnis in all zu IHM aufblickenden Angesichter. ER erkannte, dass der Geist der Rache ihnen seinen Stempel aufgedrückt hatte und wusste, wie heiß das Volk sich nach der Macht sehnte, seine Unterdrücker zu vernichten. Traurig bittet ER sie: Widerstrebt nicht dem Übel, sondern so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den anderen auch dar. … Vom Kreuz auf Golgatha her klingt durch die Zeiten das Gebet für einen Mörder und das Hoffnungswort an den sterbenden Übeltäter. Christus lebte in der Gegenwart Gottes, daher war IHM alles, was IHM begegnete, von der ewigen Liebe zum Segen der Welt bestimmt. Das diente IHM zum Trost und soll auch unsere Trostquelle sein.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen Seite 199, 200, 201)

    “Hat sich der Richter der Welt die Rache vorbehalten (5.Mose 32, 35), so binden sich die, welche Christi sanftes Joch aufnehmen, dessen Liebesgebot an die Finger und lassen ihren Wahlspruch sein: Wir vergessen keines Dinges eher als des angetanen Unrechts.” (Büchner, Realkonkordanz: “Rache”)

      9. Wer soll sogar durch die Macht der Liebe bedrängt und besiegt werden? Matthäus 5, 43-47

    Welchen Zusatz haben die Pharisäer gemacht um ihrem Feindeshass Raum und Rechtfertigung geben zu können? 3. Mose 19,18; Matthäus 5,43

    “Das war der Geist des Gesetzes, das die Schriftgelehrten zu einem kalten und strengen Regelbuch herabgewürdigt hatten. Sie hielten sich für besser als andere Menschen und glaubten durch ihre Geburt als Israeliten bei Gott besondere Vorzüge genießen zu können. Jesus dagegen machte die Gesinnung versöhnlicher Liebe zum Beweisstück dafür, on jemand sittlich wertvoller sei als die verachteten Zöllner und Sünder.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen Seite 203)

      10. Ist nach diesen Worten der Bergpredigt die Teilnahme des Christen am Krieg, in dem der Feind zerschmettert werden soll, noch irgend vertretbar? Matthäus 26,52; Offenbarung 13,10 (Mittelsatz)

    “Wir Christen führen nicht mehr das Schwert gegen ein Volk und wir lernen nicht mehr die Kriegskunst, da wir durch Jesus der unser Führer ist, Söhne des Friedens geworden sind.” (Origenes 3.Jahrh. nach Christus) “Jede Uniform, die das Wahrzeichen eines unerlaubten Berufes ist, ist bei uns verboten.” (Tertullian, 200 nach Christus)

      11. Nur in welcher Gesinnung können wir als Kinder unseres Vaters im Himmel wirken und bestätigt werden? 1.Johannes 3, 11-16; 4,17.18 ; 2.Petrus 1, 7-9

      12. Zu welch hohem Heiligungsziel sollen wir durch das Vorbild und die Lehre Christi und durch den wahren Geist des Gesetzes emporwachsen? Matthäus 5, 48

    “So wird seine Liebe, wenn wir sie in uns aufnehmen auch uns freundlich und gütig machen….. gegen die Irrenden, ja selbst gegen die Schuldigsten und Sündhaftesten. Durch Liebe wird die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt. ..die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen Seite 204, 207 )



Gott sieht auf den Charakter

Wir sollten wissen, was wir tun müssen, um gerettet zu werden. Liebe Geschwister, wir sollten nicht mit der allgemeinen Strömung dahintreiben. Unsere gegenwärtige Aufgabe ist es, von der Welt auszugehen und uns von ihr zu lösen. Nur so können wir mit Gott wandeln, wie Henoch es tat. Göttlicher Einfluss verband sich unaufhörlich mit seinem menschlichen Bemühen. Wie er werden auch wir zu einem starken, lebendigen und tätigen Glauben aufgerufen; das ist die einzige Möglichkeit, um mit Gott zusammenzuwirken. Wir müssen den, im Worte Gottes ausgesprochenen Forderungen nachkommen, oder wir müssen in unseren Sünden sterben. Wir müssen wissen. Wo unser Wesen durch die Gnade Christi einer sittlichen Änderung bedarf, um für die Wohnungen “droben” geschickt zu werden. In der Furcht Gottes sage ich euch: Wir stehen in gleicher Gefahr wie die Juden - während um uns her das strahlende Licht der Wahrheit leuchtet, wissen wir nichts von der Liebe und von der Kraft Gottes .


Wir sollten unseren Glauben durch unser handeln bezeugen

Ein herzliches Verlangen sollte sich bekunden, mehr von dem Geist Christi erfüllt zu sein; denn hierin liegt die Stärke der Gemeinde. Satan ist bemüht, Gottes Kinder vom rechten Wege fortzulocken. Ach wie wenig Liebe besitzen wir zu Gott und zueinander! Wohnen das Wort und der Geist der Wahrheit in unseren Herzen, so lösen sie uns von der Welt. Die unveränderlichen Grundsätze der Wahrheit und Liebe binden die Herzen aneinander und die Kraft dieser Gemeinschaft entspricht dem Maß der Gnade und Wahrheit, dessen wir uns erfreuen. Es wäre gut, dass wir alle den göttlichen Spiegel zur Hand nähmen und in ihm unser Wesen betrachteten. Wir sollten uns davor hüten, die Warnungen vor Gefahren und die Ermahnungen des Wortes Gottes unbeachtet zu lassen. Werden sie nicht beachtet und werden die Charakterfehler nicht überwunden, dann überwältigen diese Fehler eines Tages den, der sie hat, und er gerät in Irrtum, Abfall und offene Sünden. Wer den höchsten sittlichen Stand nicht erreicht, verliert mit der Zeit die Kraft, den gegenwärtigen Stand zu bewahren. Darum, wer sich lässt dünken, er stehe, mag wohl zusehen, dass er nicht falle. (1.Korinther 10, 12 ).” Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das zuvor wisset, so verwahret euch, dass ihr nicht durch den Irrtum der ruchlosen Leute samt ihnen verführt werdet und entfallet aus eurer eigenen Festung. Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes JESU CHRISTI “ (2.Petrus 3, 17. 18)

E.G. White in Test. V Seite 532 ff (1889)

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Bergpredigt Nr. 12: Der Geist des Gesetzes II

Merkvers: “… und die Beschneidung des Herzens ist eine Beschneidung, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Eines solchen Lob ist nicht aus Menschen, sondern aus Gott.” ( Röm. 2, 29 )

    1. Mit welchen Worten zeigte der Herr Jesus in seiner gewaltigen Predigt, dass die Buchstabengerechtigkeit der Pharisäer zur Erlangung des ewigen Lebens nicht reicht? Matth. 5, 20

“Die Jünger waren oft durch Tadel und Vorwürfe derer, die sie als Glaubenslehrer zu verehren gewohnt waren, vor den Kopf gestoßen und in Gewissensnot gebracht worden. Jesus entschleierte ihren Betrug. Er erklärte einfach, dass die Gerechtigkeit, auf die die Pharisäer so großen Nachdruck legten, ohne Wert sei. Die Juden hatten den Anspruch erhoben, vor Gott als ein Volk von Gerechten zu gelten und bei ihm in besonderem Ansehen zu stehen; Christus indessen wies nach, dass ihrer Religion das Salz des Glaubens fehlte. All ihr frommes Gebaren, ihre menschlichen Klügeleien und Bräuche, selbst ihre prahlerische Erfüllung der äußerlich aufgefassten Gebote konnte ihnen nicht zur Heiligkeit verhelfen. Sie hatten keine reinen Herzen und kein edles, Christusgemäßes Wesen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 182)

    Was fehlte ihnen trotz ihres gestrengen Gesetzeseifers? 1. Kor. 13, 1-3

    2. Nur welcher Glaube und welche Religion ist ein Wohlgeruch für den Herrn und hat die Verheißung des zukünftigen Lebens? Gal. 5, 6; Röm. 13, 8-10

“Gesetzesreligion reicht nicht aus, den Menschen in Einklang mit Gott zu bringen. Die harte, starre Strenggläubigkeit der Pharisäer, der es an Demut, Mitgefühl und Liebe fehlte, konnte Sündern nur ein Stein des Anstoßes sein. Jene Leute glichen dem Salz, das seine Würzkraft verloren hat. War ihr Wirken doch nicht von der Kraft begleitet, die Welt vor dem Verderben zu bewahren. Der einzig wahre Glaube ist der, ‘der durch die Liebe tätig ist’. Nur er vermag auch die Seele zu läutern. Dem Sauerteig gleich durchdringt und wandelt er das ganze Wesen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 182)

    Wie trefflich hat der Geist der Weissagung die Entwicklung einer pharisäischen Geistesrichtung unter dem Adventvolk vorausgesehen und uns davor gewarnt?

“Geistliche Dinge sind nicht erkannt worden. Schein und mechanische Betriebsamkeit sind erhöht worden, als wären sie eine Machtd, während die Tugenden der wahren Vortrefflichkeit, edle Frömmigkeit und Heiligkeit des Herzens erst in zweiter Linie Beachtung fanden. Das, was das erste hätte sein sollen, wurde zum Letzten gemacht.” (E.G. White in Review and Herald, 27.2.1894)

“Die fünf törichten Jungfrauen hatten Lampen (dies bedeutet eine Kenntnis der Schrift-Wahrheiten), aber sie hatten die Gnade Christi nicht. Tag für Tag machten sie eine Runde von Zeremonien und äußerlichen Pflichten mit, aber ihr Dienst war ohne Leben, ohne die Gerechtigkeit Christi. Die Sonne der Gerechtigkeit schien nicht in ihre Herzen und Sinne. Auch hatten sie nicht die Liebe zur Wahrheit, welche Leben und Charakter dem Bild und der Überschrift Christi anpasst. Ihre Religion war eine dürre Schale, ohne einen wahren Kern. Sie hielten fest an den Formen der Lehre, aber sie waren betrogen in ihrem christlichen Leben voller Selbstgerechtigkeit und verfehlten, die Lektionen in der Schule Christi zu lernen, welche, wenn befolgt, sie weise zur Erlösung gemacht hätte.” (E.G. White in Review and Herald, 27.3.1894)

    3. Was fand der HERR hinter der Buchstabenfrömmigkeit der äußerlich strengen Gesetzeseiferer? Matth. 23, 27.28

“Menschenwesen atmet Pharisäergeist. Wenn der Heiland den Gegensatz zwischen seinem Geist und der Denkweise der Schriftgelehrten hervorhebt, ist seine Lehre daher zu allen Zeiten anwendbar.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 208)

    a) Was haben sie sogar in ihrem blinden Eifer umgestoßen? Mark. 7, 9-12

    4. Welche wahre gläubige Herzenseinstellung kann uns vor dem Pharisäismus und seinen verderblichen Folgen bewahren? Luk. 18, 13; 17, 10; Phil. 3, 9

“Nicht nur am Anfang des Christenlebens ist diese Selbstübergabe nötig; bei jedem Schritt himmelwärts muss sie erneut vollzogen werden. Gute Werke, die wir tun, entspringen sämtlich einer Kraft, die außerhalb unserer selbst liegt. Deshalb ist es so wichtig, dass das Herz sich immer wieder Gott zuwendet, dass wir immer wieder aufrichtig und reuevoll unsere Sünden bekennen und unsere Seele vor ihm demütigen. Nur bei ständiger Selbstverleugnung und in Verbindung mit Christus können wir sicher wandeln … Mit jedem Schritt, der uns in unserer christlichen Erfahrung voranbringt, vertieft sich unsere Reue.” (Christi Gleichnisse, S. 120.121)

    5. An welchem Beispiel zeigt Jesus, dass schon durch unedle Beweggründe des Herzens und durch Worte das himmlische Gesetz übertreten wird? Matth. 5, 21-22

“Gott hat uns durch die Hingabe seines Sohnes zu unserer Erlösung bewiesen, welch hohen Wert er auf jeden einzelnen Menschen legt, und gestattet es deshalb keinem Menschen, verächtlich von dem andern zu reden … Selbst die verkommensten Menschen müssen mit Achtung und Nachsicht behandelt werden. Gott wird uns für jedes verächtliche Wort, mit dem wir Menschen verletzt haben, für die Christus sein Leben dahingab, zur Verantwortung ziehen … ‘Wer aber sagt: Du Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig.’ Im alten Testament wurde das Wort Narr gebraucht, um einen Abtrünnigen oder einen ganz und gar dem Bösen ergebenen Menschen zu bezeichnen. Jesus sagt, wer seinen Bruder als Abtrünnigen oder Gottesverächter verdammt, der bewies damit, dass er selbst dies Urteil verdient hat.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 185.186)

    6. In welcher Erfahrung mit Satan ist uns Christus im Gebrauch der Worte ein Vorbild? Judas 9

    7. Wie ernst lehrt der HERR in der geistlichen Bedeutung des Gesetzes die Versöhnungs- und Vergebebereitschaft? Mark. 11, 25.26
    a) Was muss sogar sofort unterbrochen werden, wenn der Bruder etwas hat wider uns? Matth. 5, 23.24
    b) An was sollen wir gedenken, wenn der Geist der Unversöhnlichkeit uns betören will? Eph. 4, 32; Kol. 3, 13; Matth. 6, 12

“Unser Bruder mag uns ein größeres Unrecht zugefügt haben als wir ihm; das ändert jedoch nichts an unserer Verantwortlichkeit. Treten wir vor Gott, und es kommt uns in den Sinn, dass ein anderer etwas gegen uns hat, dann schieben wir besser unsere Gabe des Gebetes der Danksagung oder unsere Spende auf, begeben uns zu unserem Bruder, mit dem wir in Zwietracht geraten sind, bekennen ihm in Demut unsere Sünde und bitten ihn um Verzeihung. Haben wir irgendwie unseren Bruder benachteiligt oder geschädigt, dann machen wir den Schaden wieder gut. Haben wir unabsichtlich falsches Zeugnis abgelegt, seine Aussagen unrichtig wiedergegeben, seinen guten Ruf auf irgendeine Weise beeinträchtigt, dann gehen wir hin zu denen, die unsere Auslassungen vernommen haben, und nehmen all unsere schädlichen Entstellungen zurück … Es wäre ein elendes Possenspiel, wollte jemand äußerlich bekunden, dass er an den Gott der Vatermilde glaubt, während er in seinem Geiste von Lieblosigkeit belastet ist.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 188.187)

    8. Welch schwere Folgen zieht die Unversöhnlichkeit nach sich? Matth. 18, 21-35

“Vielleicht hat er bereits einmal Vergebung empfangen; doch durch seine Unversöhnlichkeit zeigt er, dass er Gottes verzeihende Liebe jetzt zurückweist und sich von ihm getrennt hat. Darum ist seine gegenwärtige Lage dieselbe wie damals, als er Vergebung empfing. Weil er seine Buße widerrief, liegt die Last der Sünden auf ihm, als hätte er nie bereut. … Nicht weil wir vergeben, sondern wie wir vergeben, wird uns vergeben.” (Christi Gleichnisse, S. 189)

    9. Mit welchen kleinsten Regungen in der Tiefe der menschlichen Seele beginnt schon die Übertretung des Gesetzes? Matth. 5, 27.28

“In Kapernaum führten die römischen Beamten offen ihre aufgeputzten Geliebten aus. Das feierliche Schweigen des Sees wurde oft durch ausgelassenes Rufen unterbrochen, das von den Lustbooten herkam, die das Wasser durchfuhren. Die Zuhörerschar Jesu erwartete von IHM eine scharfe Verurteilung dieser Art von Menschen. Stattdessen mussten sie zu ihrer Verwunderung wahrnehmen, dass er die Schlechtigkeit ihrer eigenen Herzen bloßlegte. Wenn jemand böse Gedanken hegt und pflegt, selbst in der geheimsten Kammer seines Herzens, ist das nach Jesu Wort ein Zeichen, dass die Sünde im Herzen regiert. Die Seele ist noch voller Bitterkeit des Bösen, liebt noch in Banden der Sünde.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 189)

“… die bösen Gedanken werden entweder von Satan unmittelbar eingegeben (1. Mose 3, 5; 1. Chron. 22, 1; Joh. 13, 2) oder sie werden von Menschen selbst hervorgebracht und sind die verfluchten Stammeltern, von denen alle Sünden geboren werden; sie kuppeln die bösen Lüste zusammen, und machen Anschläge, dieselben zu erfüllen.” (Büchner, Realkonkordanz: Gedanken)

    Wie können böse Gedanken niedergezwungen werden? Sprüche 4, 23; 2. Kor. 10, 4.5

Böse Gedanken können besiegt werden:

  • a) durch eine gründliche Bekehrung
  • b) durch einen anhaltenden Kampf wider dieselben
  • c) durch gute Gedanken
  • d) durch andächtiges Gebet
  • e) durch Wachsamkeit
  • f) durch mäßiges Leben
  • g) durch gehörige Arbeit
  • h) durch Vermeidung aller sündlichen Gelegenheiten

Überhaupt, wer sein Herz eine Werkstatt des Heiligen Geistes sein läßt, der wird diese Rebellen durch Gottes Beistand zu Paaren treiben.” (Büchner: Realkonkordanz: Gedanken)

    10. Welche tiefsinnige Lehre gibt uns der HERR bezüglich des Auges, dem größten Einfallstor für sündliche Anregung? Matth. 5, 29
    Was fordert der Herr bezüglich der Hand, als dem Ausfallstor der bösen Tat? Matth. 5, 30

“Für die Übergabe des Willens an Gott wird das Bild vom Ausreißen des Auges oder Abhacken der Hand gebraucht. Oft meinen wir, sich dem Willen Gottes zu unterwerfen bedeute, verstümmelt oder verkrüppelt durch das Leben zu gehen. Aber Jesus spricht, es sei besser, dass das Ich verstümmelt, verwundet und verkrüppelt werde, als dass das ewige Leben verloren gehe. Was dir als Mißgeschick erscheinen mag, ist Zugang zu höchster Glückseligkeit. (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 190.191)

    11. Wie hart muss die fleischliche Seite unseres Wesens angefasst und angeschlagen werden, damit wir als Gotteskämpfer und Überwinder ins Reich Gottes eingehen dürfen? 1. Mose 32, 26.32.33

“Jakob begriff den Sieg des überwindenden Glaubens erst, als er sich dem Engel des Bundes hilflos und lahm an die Brust geworfen hatte. Nun war er auch des göttlichen Fürstentums würdig.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 192)

    12. Mit welchen Worten bestätigt der HERR in der Bergpredigt die Unauflöslichkeit der Ehe? Matth. 5, 31.32

“Jesus sprach es in der Bergpredigt ganz klar aus, dass die Auflösung der ehelichen Verbindung unstatthaft sei, wenn es sich nicht gerade um Treubruch der einen Seite handelt … Doch genau wie in den Tagen Christi sind auch heute die gesellschaftlichen Verhältnisse so beschaffen, dass nur eine traurige Verunstaltung vom göttlichen Edelbild dieses heiligen Bundes übrigbleibt.
Bei alledem aber bietet die Heilsbotschaft Christi denen einen Trost, die der Enttäuschung Bitterkeit empfinden mussten, als sie Kameradschaft und Glück zu erjagen hofften.
Geduld und Edelmut, die Christi Geist mitteilt, werden ihr bitteres Los versüßen.
Ein Herz, worin Christus Wohnung genommen hat, wird seiner Liebe so voll und zufrieden, dass es sich nicht mehr in dem Wunsche verzehren kann, anderer Beachtung und Teilnahme auf sich gelenkt zu sehen.
Durch die Hingabe der Seele an Gott kann seine Weisheit an ihr vollbringen, was menschlicher Weisheit unmöglich ist.
Durch die Offenbarung seiner Gnade können Herzen, zwischen denen es fremd und kalt geworden war, durch festere und dauerhaftere als irdische Bande zusammengefügt werden, nämlich durch die goldenen Bande einer Liebe, die sich in der Versuchung bewährt.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 192.194.195)

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Bergpredigt Nr. 11: Der Geist des Gesetzes I

Merkvers: “Darum feget den alten Sauerteig aus, auf dass ihr ein neuer Teig seid, gleichwie ihr ungesäuert seid.” ( 1. Kor. 5, 7 )

    1. Wer war es, der aus der Herrlichkeitswolke auf dem Berg Sinai unter Blitz und Donner die Gebote verkündigte und sie mit feurigem Finger in die zwei Tafeln schrieb? 1. Kor. 10, 1-4; Neh. 9, 12-14

“Es war Christus, der auf dem Berg Sinai unter Donner und Blitz das Gesetz verkündet hatte. Die Herrlichkeit Gottes glühte als verzehrendes Feuer auf dem Gipfel, und der ganze Berg bebte angesichts des Ewigen. Die Scharen Israels hatten sich in den Staub gebeugt und lauschten ehrfurchtsvoll der Verkündigung der heiligen Satzungen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 174)

    2. Aus welchem Beweggrund gab Gott dem Menschen das Gesetz und brachte es am Sinai wieder in Erinnerung? 5. Mose 3, 2.3

“Als das Gesetz gegeben wurde, brauchte Israel, das in langer Fron der √gypter niedergezwungene Volk, eine kraftvolle und großartige Gottesoffenbarung. Doch war der Offenbarungsgott trotzdem ein Gott der Liebe … Das sinaitische Gesetz ist aus dem göttlichen Grundzug der Liebe entsprossen; es ist eine Offenbarung himmlischer Ordnung von der ganzen Erde.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 174.175)

    3. In welcher Hingabe und Weihe zu Gott war Jesus zum Opfer für die Menschheit bereit? Psalm 40, 8.9
    Welche unveränderlichen Grundsätze des Reiches Gottes hat Jesus in der Bergpredigt im wahren Sinn und Geist erhöht? Jes. 42, 1-4

“Sonnigen Himmel über sich, Stille ringsumher, nur dann und wann durch Vogelsang unterbrochen, legte Jesus die Grundzüge seines Reiches dar. Und doch war das, was er an jenem Tage vor dem Volk in Worte der Liebe kleidete, nichts anderes als was er vom Sinai in Gesetzesform verkündet hatte.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 174)

    4. Welches Reinigungsziel ist durch das Gesetz dem Volke Gottes gegeben? 2. Mose 19, 5.6; Hebr. 10, 14-16; Offb. 14, 12

“Den Zweck seines Gesetzes hat Gott mit seinen Worten an Israel erklärt: ‘Ihr sollt heilige Leute vor mir sein.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 175)

    5. Was übersah das Bundesvolk des fleischlichen Israels im Hinblick auf die tiefe Bedeutung des Gesetzes? Röm. 7, 14; 8, 7

“Israel konnte indessen den geistlichen Gehalt des Gesetzes nicht erfassen. Nur zu oft war ihr angeblicher Gehorsam nichts als eine Erfüllung von Formen und Vorschriften, während er doch Hingabe des Herzens an die Herrschaft der Liebe sein sollte. Als Jesus in seinem Wesen und Wirken den Menschen die Heiligkeit, Barmherzigkeit und Vaterliebe Gottes vorlebte und den Unwert veräußerlichten Gehorsams an den Tag brachte, konnten ihn die jüdischen Führer nicht begreifen und zeigten sich daher auch nicht empfänglich. Nach ihrer Ansicht nahm ER es viel zu leicht mit dem Gesetzesgehorsam. Als ER ihnen daher den Gehalt ihrer göttlich verordneten Religionsübung offenbarte, beschuldigten sie IHN der Auflösung des Gesetzes, eben weil sie nur die Schale vor Augen hatten.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 175)

    a) Welche geistliche Hilfe zur Erfüllung des Gesetzes wollte Israel nicht annehmen? Röm. 9, 31-33
    b) Was musste der HERR trotz des Buchstabeneifers Israels beklagen? Hes. 20, 10-13.21

    6. Welch ungeheurer Unterschied bestand zwischen dem Leben und der Predigt Christi zu der äußerlichen Scheinheiligkeit der Pharisäer und Schriftgelehrten? Matth. 7, 29; 15, 3.7-9; Joh. 7, 19

“Wenn Christi Rede auch Ruhe atmete, war sie doch von so tiefem Ernst und solcher Kraft, dass sie die Herzen der Hörer erschütterte … Die Pharisäer merkten gar bald, welcher Abgrund sich zwischen ihrer Lehrweise und der des HERRN auftat. Sie beobachteten, dass die Größe, Reinheit und Schönheit der Wahrheit sich mit ihrer ganzen veredelten Macht in viele Herzen hineinsenkte. Die göttliche Liebe und das Mitgefühl des Heilandes gewannen IHM die Herzen der Menschen … Deshalb folgten sie IHM mit entschlossener Feindseligkeit in der Hoffnung, eines Tages könnte sich die Gelegenheit bieten, IHM die Gunst der Masse abwendig zu machen und dann beim Hohen Rat seine Verurteilung und seinen Tod durchzusetzen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 175.176)

    7. Wie ernst und mahnend ist auch uns als dem geistlichen Israel die Warnung vor einem nur äußerlichen Gesetzes- und Formendienst gegeben? 2. Kor. 3, 6; Joh. 6, 43

“Es gibt viele, welche zu denken scheinen, dass äußerliche Beobachtung genügend ist für die Erlösung. Aber Förmlichkeiten allein, strenge Befolgung religiöser Übungen, werden den Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft, nicht bringen können. Jesus allein kann uns Frieden geben.” (Review and Herald, 1890)

“Sie mögen eine gesetzliche Religion haben, eine Form der Gottseligkeit, sie mögen als ein Licht in der Gemeinde erscheinen, die ganze mechanische Betriebsamkeit mag recht zu wirken scheinen; und doch mag die Gemeinde so hilflos und verlassen sein von der Gnade Gottes, wie die Hügel Gilboas von Tau und Regen.” (Review and Herald, 31.1.1893)

    8. Mit welchen Worten hat Jesus allen, die im Namen Christi das Gesetz aufheben wollen, die Waffen aus der Hand genommen? Matth. 5, 17

“Jesus war auf dem Berg von Spähern umgeben. Während er die Grundzüge der Gerechtigkeit entwickelte, setzten die Pharisäer das Geschwätz in Umlauf, dass seine Lehre in Widerspruch stehe zu den Geboten, die Gott vom Sinai gegeben habe. Der Heiland sagte jedoch nichts, was geeignet war, den Glauben an die Religion und die Bräuche zu erschüttern, die durch Mose gegeben waren. Hatte doch der große Führer Israels alles Licht, mit dem er den Pfad Israels erleuchtete, von Christus empfangen. Während viele in ihren Herzen sprechen, dass Christus gekommen sei, das Gesetz auszulöschen, hat dieser ganz unmißverständlich seine Stellung zu den göttlichen Geboten kundgetan.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 176)

    9. Wie unerschütterlich hat Jesus, der Gottessohn, durch welchen der Vater alles schuf, die Unantastbarkeit und ewige Verbindlichkeit der heiligen 10 Gebote verbürgt? Matth. 5, 18; 5. Mose 4, 2; Spr. 30, 6
    Wird der heilige Gott je die Sittenschranken seines Gesetzes ändern? Psalm 89, 35; Mal. 3, 6 (erster Satz); Jak. 1, 17

“Den Versuch, Gottes Gesetz zu beseitigen, unternahm Satan bei den sündlosen Bewohnern des Himmels. Damit schien er eine Zeit lang Erfolg zu haben … Als angekündigt wurde, dass er mit allen seinen Anhängern aus den Stätten der Wonne ausgestoßen werden müsse, erklärte der Rädelsführer kühn, er verachte des Schöpfers Gesetz … Er schmähte die göttlichen Satzungen als eine Beschränkung ihrer Freiheit und erklärte, dass es seine Absicht sei, das Gesetz abzuschaffen, damit die Heerscharen des Himmels, von diesem Zwang befreit, zu einem erhabeneren, herrlichen Dasein gelangen könnten.” (Patriarchen und Propheten, S. 305; Der große Kampf, S. 502

    10. Wie hat Jesus in seinem Erdenleben das Gesetz erhoben? Jes. 42, 21

“Seine Sendung bestand darin, ‘dass er das Gesetz herrlich und groß mache’. Er sollte die geistliche Beschaffenheit des Gesetzes offenbaren, seine allumfassenden Grundlagen aufdecken und seine ewige Gültigkeit darlegen. O Jesus in Deiner Schöne, was sind die ehrenhaftesten und edelsten Menschen gegen Dich! … Du, Dich opfernder Erlöser, warst auf Deinem Liebesgang über die Erde ein lebendiges Gesetz Gottes! Durch Dein Leben ist es offenbar geworden, dass die Liebe von oben, dass christliche Lebensführung auf den Gesetzen der ewigen Gerechtigkeit beruht … Durch seinen eigenen Gehorsam gegen das Gesetz hat Christus dessen Unwandelbarkeit bezeugt und den Beweis erbracht, dass alle Söhne und Töchter auch diesen vollkommenen Gehorsam aufbringen können.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 178

    11. Wo soll im neuen Bund das Gesetz Gottes eingeschrieben werden? Hebr. 8, 10
    Welche Strafe erwartet diejenigen, die sich vermessen eines der kleinsten Gebote aufzulösen? Matth. 5, 19; Jes. 51, 7-8

“‘Er wird der Kleinste heißen’ bedeutet, dass er dort keine Stätte finden wird. Denn wer mutwillig ein Gebot übertritt, bricht sie dem Geiste und der Wahrheit nach allesamt … Und das ist tatsächlich eine Verleugnung Gottes, Auflehnung gegen die Gesetze seiner Herrschaft.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 180)

    12. In welcher Einstellung werden die “Übrigen von des Weibes Samen” im Schlußkampf gegen die Macht der Gesetzlosigkeit und Gottesfeindschaft den Sieg erlangen? Offb. 12, 17; 14, 12

    a) Wie listig wird Satan arbeiten, um, wenn möglich auch die Auserwählten zu verführen? Matth. 24, 24.12

“Der Antichrist wird seine erstaunlichen Werke vor unseren Augen ausführen. Das Nachgebildete wird dem Echten so genau gleichen, dass es unmöglich sein wird, beide zu unterscheiden, außer durch die Heilige Schrift. Mit ihrem Zeugnis muss jede Behauptung und jedes Wunder geprüft werden. Jene, die versuchen, allen Geboten Gottes zu gehorchen, werden angefeindet und verlacht werden … Nur wer seine Seele mit der Wahrheit der Bibel gestärkt hat, wird den letzten großen Kampf überstehen.” (Der große Kampf, S. 594)

    b) Mit welchem Sieges- und Jubellied werden die wahren Gotteskinder, die treu bewahrt haben die Gebote Gottes und den Jesusglauben, ihren Sieg am gläsernen Meer feiern? Offb. 15, 2.3

“Wir alle wurden von der Wolke umhüllt und wurden sieben Tage aufwärts getragen zu dem gläsernen Meer, wo Jesus mit eigener Hand die Kronen auf unsere Häupter setzte.” (Erfahrungen und Gesichte, S. 14)

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Bibelstudium am Sabbat (=Samstag), dem siebenten Tag der Woche (2. Mose 20, 8-11; Jes. 66, 22-23; Markus 2, 27-28). Sabbatbeginn: Freitag bei Sonnenuntergang. Sabbatende: Samstag bei Sonnenuntergang.

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